Ausstattung - die Inneneinrichtung des Hobby 600

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Vor 17 Jahren waren die beiden getrennten Sitzgruppen eine der Kaufentscheidungen für unseren Hobby 600. So konnten sich die Kinder schon mal in getrennten Bereichen aufhalten.
Nun fahren wir aber seit Jahren schon nur noch zu zweit und die Hecksitzgruppe ist meist ständig zum Bett umgebaut. Da die Tischplatte aber in Punkto Komfort nicht optimal ist, wuchs der Wunsch nach einem Festbett mit Lattenrost für besseren Schlafkomfort.

 

Gleichfalls ärgerte es mich immer, dass die Campingstühle nur in Dachbox, Heckbox oder im Hänger zu transportieren waren. Entweder war eine Box montiert und man konnte keinen Hänger ziehen oder man hat keine Campingstühle dabei. Zukünftig sollten die Stühle unters Bett und über eine Serviceklappe von der Seite aus erreichbar sein. Für größeres Bild bitte klicken!

Von Dirk und Digger, zwei bekannten Hobby 600- Fahrer, ließ ich mir Bilder ihrer Heckbetten und ihre Erfahrungen schicken. So reifte im Geiste schon der Umbau.

Zunächst kaufte ich ein Standard- Lattenrost in der Größe 200 cm x 140 cm für 99,00 € bei Roller. Für den Transport nutzte ich den Fahrradträger.

Da das Bett im Hobby aber nur 130 cm breit ist, musste das Lattenrost in der Breite gekürzt werden. Dafür wurden alle Latten markiert und anschließend demontiert. Für den weiteren Umbau benutzte ich zunächst nur den Außenrahmen, den ich - um 10 cm gekürzt - im Fahrzeug wieder provisorisch montierte.

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  Die alte Hecksitzgruppe komplett in Einzelteile zerlegt und ausgebaut. Die Teile sollten als Material für das neue Bett herhalten. Im ersten Schritt baute ich nach Bildern von Digger eine vordere Begrenzung der Sitztruhe. Heizung und Wasserschläuche mussten diesen Konturen angepasst werden.

Zur besseren Zugänglichkeit und weil „Seniorenbetten“ eh etwas höher sind, baute ich die Auflagekonsolen für das Lattenrost im Vergleich zum Originalbett um 15 cm höher.  Vier Konsolen befestigte ich an der Verkleidung der Rückleuchten. Eine Querleiste dient der Auflage und als Befestigung für Scharniere, mit denen das Lattenrost angehoben werden kann. Die vorderen Konsolen stützen sich auf den Resten der ehemaligen Sitztruhen ab und sind mit je drei Schlossschrauben an den Wänden von Kleiderschrank bzw. Toilettenraum befestigt.{mospagebreak}

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Die Konsolen sind durch Leisten in Längsrichtung miteinander verbunden. Diese Leisten dienen auch zur Befestigung der Kippbeschläge, die ich noch von einer alten Schlafcouch im Keller liegen hatte. Somit war der Hauptrahmen für das neue Bett fertig und ich konnte mich dem „Abstellraum“ widmen.

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Bei Pieper in Gladbeck erstand ich für 71,50 € eine Serviceklappe in der Größe 800 mm x 305 mm. Diese hielt ich zunächst von innen an die rechte Außenwand und bohrte mir mit einem 3 mm Bohrer eine Peilbohrung nach außen. Damit richtete ich die Schablone aus und übertrug den Ausschnitt mit Filzstift auf das Karosserieblech. Der Ausschnitt erfolgte mittels Stichsäge und war für mich überraschend. Irgendwo hatte ich ein Holzfachwerk erwartet, aber die Seitenwand des Hobby 600 ist aus einem Verbund Alu- PU Schaum- Sperrholz gepresst. Der PU-Schaum ähnelt Styropor, ist aber deutlich fester. So verzichtete ich auch auf einen Hilfsrahmen für den Ausschnitt. Mittels einer zweiten Schablone schnitt ich noch die Türfüllung zurecht und klebte sie mit Sikaflex 221 in den Rahmen. Kleines Schmankerl am Rande: Die Wandstärke des Hobby 600 beträgt 40 mm, die Serviceklappe war aber wohl nur für 35 mm ausgelegt. Auf jeden Fall mussten die mitgelieferten Schrauben durch längere Exemplare aus dem Baumarkt ersetzt werden. Im nächsten Arbeitsschritt trennte ich die Tür vom Rahmen und klebte den „nackten“ Rahmen in den Karosserieausschnitt, aber nicht ohne ihn natürlich mit Blechschrauben zu fixieren.

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Aus Resten der alten Sitztruhen baute ich zunächst mittig unter dem Bett in Längsrichtung eine Trennwand. Sie soll das Durchschieben der Campingstühle in den Vorratsraum verhindern. In Querrichtung erfolgt eine weitere Abtrennung. Sie soll den Raum der Campingstühle nach vorne zur Heizung hin abgrenzen. Die verbleibenden ca. 20 cm Stauraum können für z.B. Fahrradersatzteile genutzt werden. Aus Sperrholzresten baute ich noch eine „zweite“ Etage ein. Hier können z.B. die Rücksäcke gelagert werden. Vorteil: Sie sind sowohl von innen, als auch von außen zugänglich.

Weitere Verkleidungsteile wurden zum optischen Abschluss des Stauraums zum Gang hin verbaut. Nach einer gründlichen Reinigung des Stauraums konnte das Lattenrost komplettiert werden, aber nicht ohne vorher die 28 Latten rechts und links um je 50 mm zu kürzen.

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Und es nahte der große Moment: Die Schaumstoffelemente der Hecksitzgruppe werden auf das Lattenrost gelegt und dem Probeliegen steht nichts mehr im Weg. Zwei Dinge müssen noch geändert werden. Mit einer zusätzlichen Leiste wird das Durchbiegen des Lattenrostes im Gangbereich verhindert und nebenbei auch noch die Optik verbessert. Da das Bett mit Matratzen angehoben werden soll, müssen noch drei Schaumstoffkissen um je 6 cm in der Breite bzw. Länge gekürzt werden.

Aber eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dem Umbau und schon auf die nächste Tour gespannt. Nicht nur wegen des neuen Schlafgefühls, sondern auch wegen der Transportmöglichkeiten. Jetzt habe ich nämlich auch noch einen Platz für den Grill und die Holzkohle gefunden. (Gruß an Dirk!)

Kommentare  

#1 Saubere ArbeitWerner Karst 2007-09-08 08:57
Saubere Arbeit und toller Bericht. Danke und weiter so!

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