Aktuelles rund um den Hobby 600

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Seit ich mich mit der Webseite über den Hobby 600 beschäftige, stehe ich in engen Kontakt mit dem Hobby-Wohnwagenwerk.  Nun ergab es sich durch diesen Kontakt, dass wir während unserer Nord-Ostsee-Kanal-Tour an einer Betriebsbesichtigung teilnehmen konnten. Eine Gruppe von Mitarbeitern einer örtlichen Meierei (Molkerei) hatte diesen Termin vereinbart und wir durften uns freundlicherweise anschließen. Entsprechend war der Schwerpunkt der Besichtigung auch mehr auf die regionale Bedeutung des Hobby- Wohnwagenwerks ausgerichtet. Trotzdem, oder gerade deswegen, bekamen wir aber auch einige interessante Informationen über den eigentlichen Wohnmobilbau hinaus.

Der Beginn der Führung war im Service-Center. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Hobby Wohnwagenwerk, ein paar statistischen Zahlen und der Erläuterung des Vertriebsweges über das Händlernetz, durchschritten wir zunächst das Service- Ersatzteillager. Hier sind mehr als 30.000 verschiedene Artikel eingelagert. Dazu gehören auch Möbelteile in den verschiedenen Holzdekoren. Das Hobby- Wohnwagenwerk garantiert für zehn Jahre eine Nachlieferung  aller verbauten Holzteile an die Händler.

Für größeres Bild bitte klicken! Vorbei an Service-Werkstatt und Lackiererei ging es zunächst auf die andere Straßenseite ins Wohnwagenwerk. Hier befindet sich in der ersten Etage die Näherei. Mit riesigen Zuschneidemaschinen werden jeweils 50 Polsterbezüge auf einmal zugeschnitten; alles Rechnergestützt. Dabei ist die Anordnung der Schnitte auf den Stoffbahnen optimiert. So wird der Verschnitt minimiert. Aber auch die Abfälle werden weiterverwendet. So entstehen die Knöpfe aus dem gleichen Stoff wie die Polster. Die zugeschnittenen Stoffe werden von Hand zu den Polsterbezügen zusammengenäht.  Mit Hilfe von Spannapparaturen werden die Polsterbezüge mit den Schaumstoffkissen gefüllt und ausgerichtet. Die Knöpfe werden ebenfalls mit Hilfe von Spannvorrichtungen eingesetzt und befestigt.
Neben den Polstern werden aber auch Tagesdecken und Gardinen hier im Werk selber genäht; bei den Gardinen geschieht dies sogar weitgehend maschinell. Die hierbei verwendete Maschine ist ein Unikat und wurde speziell für Hobby entwickelt. Lediglich die Befestigungshaken müssen noch von Hand eingezogen werden.

Für größeres Bild bitte klicken! Im Anschluss an die Näherei besuchten wir die Ausbildungswerkstatt des Hobby- Wohnwagenwerk. Jedes  Jahr bildet man hier 10 Holzmechaniker aus. Dazu noch zwei bis drei Kaufleute und alle fünf Jahre einen Informatiker. Alle Auszubildenden werden für den eigenen Bedarf ausgebildet und bisher wurden alle Auszubildenden übernommen.  Im ersten Ausbildungsjahr erlernen die jungen Mitarbeiter in der großzügigen Ausbildungswerkstatt die Grundlagen der Holzbearbeitung. Die vorgestellten Lehrstücke zeigten die Qualitäten der jungen Leute sehr deutlich. Ab dem zweiten Lehrjahr erfolgt die Ausbildung schrittweise im Produktionsprozess.

Für größeres Bild bitte klicken! Wir verließen die Ausbildungswerkstatt und gingen am Zentrallager vorbei. Hier sind die Standardbauteile für die Fertigung von Wohnwagen und Wohnmobilen eingelagert. Großteile werden „just in time“ vom Zulieferer angeliefert.

Zurück in die Halle der Wohnwagenfertigung wurde uns die Funktion des Späneturms erläutert. Alle anfallenden Holzreste werden zu Sägespänen verarbeitet, die dann wiederum zu „Briketts“ gepresst werden. Damit wird ein werkseigenes Heizkraftwerk betrieben, dass das gesamte Werk mit Wärme versorgt. Neben der schon beim Zuschnitt beobachteten optimalen Ausnutzung der Materialien werden alle anfallenden Abfälle sortiert und in irgendeiner Form der weiteren Verwertung zugeführt. Selbst die Styroporreste werden zu Blöcken gepresst und gehen an den Zulieferer zurück. Dort werden sie neu aufgearbeitet.

Auf der anderen Straßenseite erreichten wir das neue, erst ein Jahr alte Wohnmobilwerk. Durch die im italienischen Stil repräsentative Eingangshalle gingen wir zunächst in die Kantine. Hier können die Mitarbeiter preiswert zu Mittag essen.

Für größeres Bild bitte klicken! Danach ging es in die Teilefertigung des Wohnmobilwerkes. Mit riesigen Schneidemaschinen und Pressen werden hier die Bodenplatten, Seitenwände und Dächer vorgefertigt. Es werden immer Kleinserien der einzelnen Fahrzeugtypen aufgelegt.

Wir konnten das Bekleben des Doppelbodens eines Toskana-Modells mit PVC-Belag sehen. Ebenso das Bearbeiten der  Verbindungsleisten und Ausschnitte für die späteren Einbauten mit einer CNC- Fräsmaschine. Hier durfte ich dann auch ein paar Fotos der Bauteile machen – das Fotografieren von Mitarbeitern ist nicht gestattet. Hier stehen auch vorbereitete Seitenwände für die Sphinx- Modellreihe und die dem Hobby 600 sehr ähnlichen, weil gewölbten Seitenwände des Van Exclusive.

Für größeres Bild bitte klicken! Wir marschierten an der Möbelbauhalle und an der Fahrgestellfertigung vorbei. Hier begegneten uns zum ersten Mal die Basisfahrzeuge. Die Van- und Siesta-Baureihen werden auf dem Ford Transit- Flachbodenfahrgestell bzw. dem Ford Transit-Leiterrahmenchassis;  die Toscana- Baureihen auf dem Fiat Ducato Tiefrahmenchassis bzw. dem Fiat Ducato mit ALKO-Super-Maxi-Tiefrahmenchassis mit Doppelachse und der Sphinx auf dem Iveco- Fahrgestell mit Heckantrieb gebaut. Die Fahrgestelle werden für die Aufnahme der Aufbauten vorbereitet;  Hobby besitzt eine eigene Feuerverzinkerei. Auf dem Weg in die Fertigungshalle sehen wir ganze Paletten von Gurtböcken, Fenstern und Aufbautüren - alles „just in time“ Zulieferteile.

Für größeres Bild bitte klicken! Dann beginnt die Kleinserienfertigung in einer separaten Halle. Bei dem ganzen Fertigungsprozess muss natürlich die Logistik stimmen. Das beginnt mit der Auswahl des Fahrgestelles, der gewünschten Ausstattung bzw. Zubehörs des Basisfahrzeugs bis zu den Farb-, Polster- und Zubehörwünschen des Kunden im Aufbau.

Für größeres Bild bitte klicken! Die Räder der Fahrgestelle werden zunächst auf Rollwagen gestellt, sodass die Fahrzeuge entsprechend der Arbeitsschritte immer auf Schienen einen Arbeitsplatz weiter geschoben werden können.

Für größeres Bild bitte klicken! Wir konnten an einem Toscana die Montage des Doppelbodens beobachten. Wir sahen, wie die Tanks, Heizung und die Installationsleitungen im Doppelboden montiert wurden. Große Möbelteile werden vor der Seitenwandmontage in das Fahrzeug gestellt. Für die Verbindung zum Führerhaus werden Hilfsleisten an der B-Säule und Bleche am Fahrzeugboden montiert.

Für größeres Bild bitte klicken! Im nächsten Arbeitsschritt werden die Seitenwände (noch ohne Einbauten) angesetzt und verklebt. Es folgen Heckteil und Dach. Im Grunde sehen die Fahrzeuge nun schon etwas nach Wohnmobil aus.

Für größeres Bild bitte klicken! Nun erfolgt schrittweise die Montage der Möbel im Innenraum und die weitere Installation von Strom, Wasser und Gas - Kühlschränke, Beleuchtung usw. Dann folgen Fenster und Außenklappen. Anschließend werden auch die Schürzen und Übergangsteile zum Führerhaus angebracht (verklebt). Innen werden Polster, Gardinen und Teppiche verlegt. Die Teppiche werden übrigens in der zu Hobby gehörenden Nordland-Zeltfabrik zugeschnitten.

Für größeres Bild bitte klicken! Nach einer gründlichen Endreinigung geht jedes Fahrzeug zunächst auf die Waage und wird individuell gewogen, bevor es einer Endkontrolle unterzogen wird. Hier sahen wir auch eine neue, in den Fahrzeugaufbau integrierte Markise.

Auf diese Weise können maximal 20 Reisemobile pro Tag die Montagehalle verlassen. Bemerkenswert ist dabei, dass nur bestellte Fahrzeuge gefertigt werden. So werden dann auch die Händler über die Fertigstellung der Fahrzeuge informiert und es liegt an Ihnen, die Fahrzeuge abzuholen bzw. holen zu lassen. Natürlich ist auch eine Abholung durch den Kunden möglich. Wenn es klappt, auch verbunden mit einer Werksbesichtigung.

Für größeres Bild bitte klicken! Für uns endete die Besichtigung mit einem Gruppenfoto in der Eingangshalle des Wohnmobilwerkes. Wir bedankten uns bei unserem Führer vom Hobby-Wohnwagenwerk für die interessanten Erläuterungen, und bei den Mitarbeitern der Meierei, dafür, dass wir sie begleiten durften.

Natürlich möchte ich mich hier auch noch einmal bei den Mitarbeitern der Öffentlichkeitsarbeit dafür bedanken, dass sie die Werksbesichtigung kurzfristig ermöglicht haben, und dass sie uns bei Hobby600.de weiterhin unterstützen wollen.

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Die Galerie der Fahrzeuge

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