Hier schauen wir über den Zaun

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Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V., das Jobcenter Kiel und das Hobby-Wohnwagenwerk in Fockbek bei Rendsburg haben im Dezember 2010 gemeinsam ein ungewöhnliches Projekt zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit gestartet: Zehn arbeitslose Jugendliche aus Kiel erhielten die Chance, in der Hobby-Lehrwerkstatt für Holzmechaniker am Ausbau eines hochwertigen Info-Mobils für den Traditionsverein Holstein Kiel mitzuwirken. Nach gut dreimonatiger Bauzeit wurde das Fahrzeug fertig gestellt und den Verantwortlichen von Holstein Kiel termingerecht am 14. April in Fockbek übergeben.

Entstanden ist ein echter Hingucker, der allein schon wegen seines auffälligen Außendesigns überall die Blicke auf sich zieht. Die in den Clubfarben Blau-Weiß-Rot gehaltenen Außenwände des schnittigen Reisemobils zieren neben dem Vereinswappen dynamische Sportfotos von aktuellen Spielern des Holstein-Teams. Das passt exakt zur Inneneinrichtung. Hinter der großen seitlichen Verkaufsluke verbirgt sich nämlich ein riesiger Flachbildschirm, der vor Ort mobiles Kino und jede Art von visueller Präsentation ermöglicht. Den passenden Sound zum Bild liefert die bordeigene Musikanlage. Ihre beiden Hauptlautsprecher lassen sich am jeweiligen Einsatzort auf Stativen direkt vor dem Info-Mobil platzieren. So kann sich das Promotion-Team des Clubs auch im unruhigen Umfeld eines Fußballstadions schnell Gehör verschaffen. Und genau dort soll der umfunktionierte Hobby Toskana Exclusive D 690 in Zukunft zum Einsatz kommen. Neben der professionellen Multi-Media-Anlage besteht die Inneneinrichtung somit vor allem aus Vitrinen, praktischen Schränken und großen Staufächern zur Aufbewahrung und Präsentation von Fan-Artikeln. Um der jeweiligen Crew bei allem Trubel rund ums Info-Mobil ein gewisses Maß an „Privatsphäre“ zu bieten, blieben Küchenzeile, Duschbad und WC der Hobby-Serienausstattung bewusst erhalten.

Für größeres Bild bitte klicken!Ebenso spannend wie das Info-Mobils selbst ist seine Entstehungsgeschichte. Der Innenausbau erfolgte in der Hobby-Lehrwerkstatt für Holzmechaniker. Zehn jugendliche Langzeitarbeitslose erhielten im Rahmen des Projekts die Chance, unter der fachkundigen Anleitung von Tischlermeister Klaus Stolley sowie mit der tatkräftigen Unterstützung der Hobby-Auszubildenden berufliche Fähigkeiten zu erwerben. Das Erfreuliche: Sieben der zehn jungen Männer sind bis zum Ende bei der Stange geblieben, konnten so wichtige Erfahrungen für einen Einstieg in das Berufsleben erwerben.

Der Glücklichste von allen ist jedoch Markus Lensch. Der 23-Jährige hat seine Chance genutzt und erhält ab August einen Ausbildungsplatz bei Hobby. „Mit Holz umzugehen, ist genau mein Ding“, sagt der sympathische Kieler, dem die Arbeit und Atmosphäre im Hobby-Wohnwagenwerk von Anfang an gefiel. „Ich wurde von den anderen Azubis gut aufgenommen, und es hat mich immer wieder beeindruckt, wie toll Herr Stolley uns alles erklärt hat.“

„Für uns war entscheidend, dass Herr Lensch die ganze Zeit motiviert bei der Sache war. Deshalb haben wir uns entschlossen, für ihn über unseren eigentlichen Ausbildungsbedarf hinaus einen zusätzlichen Ausbildungsplatz zu schaffen. Wir bilden ab diesem Sommer also 11 statt 10 Holzmechaniker aus“, erklärt Hobby-Personalleiter Stefan Götze.

Er setzt damit zugleich Vorgaben von Firmenchef Harald Striewski um, für den es zur unternehmerischen Verantwortung gehört, gerade junge Leute zu fördern und ihnen durch eine qualifizierte betriebliche Ausbildung eine berufliche Perspektive zu geben. In der Regel sogar über die Ausbildungszeit hinaus wie Hobby-Geschäftführer Reiner Ritz betont, indem er direkt an Markus Lensch gewandt erklärt: „Wir übernehmen eigentlich alle Auszubildenden, die sich als zuverlässig und motiviert erwiesen haben.“

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