Geschichten rund um den Hobby 600

Wir haben noch nie in einem Hotel Urlaub gemacht. In frühester Jugend haben wir in einem alten Militärzelt campiert, später haben wir uns ein Hauszelt zugelegt und den Passat oder Scirocco vollgepackt. Während wir dann auf dem Campingplatz unser Auto ein- und auspackten, schauten wir immer ganz Neidisch auf die Wohnmobile. Ohne großes Aufbauen waren sie immer sofort "einsatzbereit". Hinzu kam das hohe Maß an Flexibilität. So war schon früh der Wunsch nach einem Wohnmobil entstanden.

Bulli 01Im Herbst 1979 ...

Wir haben noch nie in einem Hotel Urlaub gemacht. In frühester Jugend haben wir in einem alten Militärzelt campiert, später haben wir uns ein Hauszelt zugelegt und den Passat oder Scirocco vollgepackt. Während wir dann auf dem Campingplatz unser Auto ein- und auspackten, schauten wir immer ganz Neidisch auf die Wohnmobile. Ohne großes Aufbauen waren sie immer sofort "einsatzbereit". Hinzu kam das hohe Maß an Flexibilität. So war schon früh der Wunsch nach einem Wohnmobil entstanden.

Bulli 01Im Herbst 1979 kauften wir uns einen VW- Bus. Das Fahrzeug war erst 1 ½ Jahre alt, hatte aber einen Motorbrand hinter sich. Für einen Bastler wie mich die ideale Winterbeschäftigung. So wurde der Brandschaden beseitigt, eine 70 PS Maschine eingebaut und der Kasten zu einem Sonder-Kfz. Wohnwagen umgebaut: Zusätzliche Seitenfenster, Hubdach, Schlaf- Sitzbank, Tisch, Schrank, Spüle, Kocher, Heizung usw. Das ganze Programm. Im Frühjahr 1980 hatten wir einen einsatzfähigen Campingbus; das ideale Fahrzeug für ein junges Ehepaar.

Mit dem Bulli unternahmen wir neben vielen kürzeren Touren auch längere Urlaubsreisen durch Südfrankreich, Italien, Schottland und Dänemark.   Zwischenzeitlich wurden unsere beiden Kinder geboren. Dies war zunächst auch kein Problem. Im Fahrerhaus wurde ein variables Kinderbett installiert. Für Fahrräder oder das Schlauchboot wurde ein Hänger angehängt. Der Bulli war fast 10 Jahre unser treuer Begleiter. Aber im September 1990 "tauschten" wir ihn gegen ein größeres Wohnmobil ein.

Ursprünglich wollte ich wieder einen Kastenwagen ausbauen. Auf der Camping Messe (damals noch in Essen) sahen wir den Hobby 600 . Für die damalige Zeit war er durch seine schrägen Fenster und die futuristische Dachform sehr exotisch. Er gefiel uns auf Anhieb. Auch die Innenausstattung mit den beiden Sitzgruppen war für das Reisen mit Kindern ideal. Dazu kam die Naßzelle. Solch ein Platzangebot wäre in einem Kastenwagen schwerlich zu realisieren gewesen.

Bulli 02 Als wir dann bei einem Händler einen knapp drei Jahre alten Hobby 600 mit 75.000 km stehen sahen, der auch preislich unseren Vorstellungen entsprach, mußte auf einer Probefahrt nur noch die Garagentauglichkeit nachgewiesen werden. Will heißen: Unser neues  WoMo muß in die Garage passen. Sie ist natürlich etwas größer, aber bei 274 cm Höhe ist Schluß. Für den Hobby mit seinen 255 cm kein Thema; nur die Dachbox mußte abgebaut werden. Der Händler nahm unseren Bulli noch in Zahlung (angeblich sollte er in die neuen Bundesländer gehen, aber 1997 sah ich ihn nochmal bei einem Gebrauchtwagenhändler in Essen stehen) und wir tauften den Hobby 600 auf Bulli 02

Der Bulli 02 hat mittlerweile über 260000 km auf dem Tacho. Neben Frankreich und Südtirol kennt er hauptsächlich schwedische und norwegische Straßen erster und zweiter Ordnung. Bisher waren wir 6x in Skandinavien unterwegs. Jedesmal haben wir eine andere Route gewählt und immer neue Aspekte dieser weiten (Schweden) und schroffen (Norwegen) Länder entdeckt.

Nutzt man ein Wohnmobil nur im Urlaub, so rechnet sich ein eigenes Fahrzeug auf keinen Fall.  Es ist die Möglichkeit (wenn man vom Streß der Arbeit so richtig die Schnauze voll hat) spontan mal ein Wochenende an der Mosel oder im Sauerland zu verbringen, die am WoMo festhalten läßt. So kamen auch bei uns viele kleinere Touren hinzu.

Zudem ist das Wohnmobil für mich als Mountain Biker die fahrende Umkleidekabine. Mal eben schnell das Bike auf den Heckträger und in die Haard oder an die Ruhr, 3 Stunden biken und anschließend Frisch machen und eine heiße Tasse Tee trinken.

Um diese Vorteile auch weiterhin nutzen zu können wird der Bulli auch von mir gepflegt. Ich mache fastBabberl alle Wartungs- und Reparaturarbeiten selbst. Viele Tipps und Anregungen hole ich mir aus dem www.ducatoforum.de . Hier kann man ganz toll Erfahrungen mit dem Fahrzeug, Zubehör oder Stellplätzen austauschen. Forummitglieder erkennt man übrigens an ihrem Babberl (= blauer Aufkleber) am Fahrzeug. Achtet mal drauf.

Somit ist der Hobby mein Hobby.

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