Geschichten rund um den Hobby 600

Für größeres Bild bitte klicken!Am Freitag den 16. März machten wir uns auf den Weg nach Freudenberg zur Jahreshauptversammlung der PXE-Selbsthilfegruppe. Die Entfernung von zuhause etwa 260 km.

Nach 160 km machten wir eine Kaffeepause. Ich stieg aus um mir die Beine zu vertreten. Mich traf beinahe der Schlag als ich den Wagen sah. Die rechte Seite sah aus wie frisch geteert. Alles schwarz von Öl. Wir machten heißes Wasser und machten uns an die Reinigung. Nach dem Verbrauch von zwei Eimern heißem Wasser und drei Küchenrollen Papier, sowie diversen Lappen war das Fahrzeug einigermaßen sauber. Die Besucher des Parkplatzes sahen uns an, als ob wir zu Hause keinen Platz hätten zum Autowaschen und einen Autobahnparkplatz besuchen.

Für größeres Bild bitte klicken!Nach dem ersten Schreck öffnete ich die Motorhaube und erwartete eine große Schweinerei. Mein Erstaunen war groß, da nichts dergleichen zu sehen war. Der Motorraum war blitzblank und kein Tropfen Öl zusehen. An der rechten Seite der Stoßstange lief das Öl wie Wasser herunter und der Radkasten sah geteert aus. Ich konnte mir nicht vorstellen wo das Öl herkam. Ich ließ den Motor laufen um etwas zu sehen, aber nichts zu sehen.

Wir fuhren weiter und ich beobachtete meine Instrumente ob irgend eine Warnlampe eine Störung anzeigen würde. Nichts zu sehen. An den Raststätten war keine Hilfe zu erwarten, da kein Service angeboten wurde. Ich hielt noch zweimal unterwegs um die Seite wieder zu reinigen. In Freudenberg angekommen fuhr ich als erstes an eine Service-Station. Der Meister der Werkstatt schaute auch als erstes in den Motorraum und war genau so erstaunt wie ich, als er keinen einzigen Tropfen Öl entdecken konnte. Zum Glück war 6 km entfernt in Niederfischbach, eine Peugeot-Werkstatt. Da es mittlerweile 16:30 Uhr war drängte die Zeit, da die Werkstatt Feierabend machte. Nach telefonischer Anmeldung kippte der Service Leiter noch einen Liter Öl in den Motor um einen Schaden zu vermeiden.

Für größeres Bild bitte klicken!Ich kam gerade noch rechtzeitig vor Feierabend bei der Peugeot-Werkstatt an. Der herbei gerufene Meister brachte als erstes einige Lappen, da das Öl wieder fleißig lief. Nach erstem Augenschein meinte er es könnte die Zylinderkopfdichtung sein. Wir stellten das Fahrzeug vor die Werkstatt und stellten einen Eimer unter die Stoßstange um das Öl aufzufangen. Der Meister verschwand kurz um im Computer nach Ersatzteilen zu suchen. Als er wieder kam sagte er, es könnte auch der Ölkühler sein und öffnete den Kühlwasser-Ausgleichsbehälter. Es zischte und eine teerartige schwarze Masse quoll heraus. Jetzt war auch mir klar wie das Öl in den rechten Radkasten kam. Der kleine Entlüftungsschlauch des Ausgleichsbehälters führt oben in den Radkasten. Da der Öldruck mit 4 bar wesentlich höher als der Kühlwasserdruck ist, wird bei einem defekten Kühler das Öl in den Wasserkreislauf gedrückt.

Mittlerweile war Feierabend und wir hatten das Glück, daß die Firma uns erlaubte auf dem Grundstück zu übernachten. Auch stellten sie uns einen Leihwagen zur Verfügung, daß wir am Treffen teilnehmen konnten. So waren wir gezwungen bis zum Montag auszuharren und campierten vor der Werkstatt. Dabei konnte ich auch gleich meinen Batterien auszuprobieren. Die 4 Nächte war ich unabhängig von Landstrom, obwohl wir jeden Abend etwa 3 bis 4 Stunden Fernsehen an hatten.

Für größeres Bild bitte klicken!Montag morgen wurde das Ersatzteil bestellt und war am Dienstag pünktlich per Express Lieferung eingetroffen. Nach dem Einbau und mehrmaligem Reinigen des Ausgleichsbehälters und des Motorraumes waren wir um 10:45 Uhr fertig. Jetzt kam die Abrechnung die Reparatur kostete 709,00 € und der Leihwagen noch 50,00 €. Danach machten wir uns auf den Heimweg und mir tun jetzt noch die Augen weh vom Beobachten der Instrumente. Soviel Aufmerksamkeit haben die Instrumente selten.
Nach dem Aufschneiden des Öl Kühlers kam ich zu der Meinung, wenn kein Ersatzteil schnell beschafft werden kann, den Wasserkreislauf der beiden Schläuche verbinden, ebenso eine Schlauchbrücke über die beiden Rohrstutzen zu legen. Allem Anschein ist diese Art der Ölkühlung nur beim Peugeot J5 Motor üblich, des halb weniger bekannt als Störungsquelle.

So Leute das wars, ich hoffe ihr kommt nicht in die selbe Lage.

Kommentare  

#3 RE: Eine Ausfahrt mit HindernissenManfred D. 2012-03-27 18:15
Hallo Horst,

auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deinen interessanten Bericht. Werde mir überlegen, ob ich nicht wie Manni meine Notfallausrüstu ng ergänzen soll.

Gruß Manfred
#2 RE: Eine Ausfahrt mit HindernissenHobbytreiber 2012-03-27 15:30
Hallo Horst,
danke für die Info!
Das mit den Schlauchbrücken ist ein alter Stockcarfahrer- Trick, ;-)
18 mm Kupferrohr und ein paar passende Schlauchstücke habe ich immer an Bord.

Gruß Manni
#1 RE: Eine Ausfahrt mit HindernissenLollo_C 2012-03-25 16:52
Hallo Horst,
vielen Dank für die Info und den lebhaften Bericht. Das ist aber kein Peugeot-Problem : Solch einen Ölkühler hat der Ducato auch.

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