Wenn sich Freunde mit ihren Hobbys treffen

Für größeres Bild bitte klicken!Vor vier Monaten dachten wir über ein gemeinsames Herbsttreffen nach. Kemberg hatte so einen Spaß gemacht, so sollte doch wenigstens noch ein Jahres-Ausklang stattfinden. Da kamen Rosi und Norbert aus Bochum auf die tolle Idee, dass wir uns in Bad Orb im Spessart treffen sollen. Sie schwärmten direkt von dieser schönen Stadt mit dem historischen Stadtkern. Und da uns auch eine historisch gewandete Stadtführerin zur Verfügung stehen könnte, die uns alles zeigt, waren wir sogleich mit dieser tollen Idee einverstanden.

Am Freitag, dem 02.10.2009 sollte das zweite Treffen der Freunde des Hobby 600 in Bad Orb stattfinden. Schon Tage vorher bangten wir um das Wetter. Mannis Wetter-Link ließ uns Böses schwanen. Es war zwar windig, aber trocken. Das war die Hauptsache.

So passierte ich gegen Nachmittag das Ortseingangsschild von Bad Orb. Beim Tanken im Ort fiel mir mein überdreckiges Wohnmobil auf. Nee, so kannste dich nicht blicken lassen, sagte ich zu mir. Der Tankwart schickte mich ins Einkaufsgebiet, wo eine Waschanlage für größere Autos war. Schnell in einem Affenzahn das Auto mit dem warmen Schaumwasser eingeweicht. Zuerst die mückengesättigte Motorhaube, die Scheibe vorne und mit Hochhopsen die Stirn über der Frontscheibe. Am Ende nochmal darüber, weil  Blut und Eiweiß der Verblichenen ziemlich hartnäckig waren. Mit sauberem Hundehandtuch über die gesamte Epidermis meines schönen Kultfahrzeuges – so sah es wieder frisch aus.

Ich kam auf den Platz, da standen dort schon zehn Wagen! Ich fand ein treffliches Plätzchen unter schattigen Ästen, neben einem Bach. Erst mal alle begrüßt, umarmt, Küsschen usw.

Für größeres Bild bitte klicken!Bis man sich so eingerichtet hatte: Markise raus, Bändchen mit tibetanischen Gebetsfähnchen als gedachte Terrasse von der Aufstiegsleiter zum linken und rechten Markisenbein, Kunststoffteppich ausgelegt, Möbel ausgepackt usw.

Als ich mit dem Hund vom Gassigang zurück war, war meine Seite schon vollgeparkt. Oh, zwei Lange Schenkel schon voller Womos, wo sollen denn die anderen noch hin? In der Mitte des Platzes wurden nochmal zwei Reihen formiert, sah das toll aus!

Zwischendurch kamen einige Passanten aus dem Ort des Weges, um zu sehen, was da vor sich geht. „Ja“, sagte ich zu zwei Frauen, „jetzt kommen die Zigeuner in Ihre ruhige Stadt!. Wir werden hier über’s Wochenende unser Unwesen treiben“. Dabei hatte ich meine goldene Kaffeetasse von der Bayrischen Schlösserverwaltung in der Hand. Im CD-Player auf dem Tisch spielte Mozart. Die Spaziergänger waren alle freundlich und fanden das Treffen toll. Und weil ich alle anquatschte, kamen viele ein paar Stunden später wieder mal vorbei und stellten ihre Fragen.

Für größeres Bild bitte klicken!Dann trug ich rote Dessous aus der Verführungsabteilung hinaus. Die bekam ich mal geschenkt und hatte sie noch nie getragen Der BH war mir viel zu klein, aber vielleicht fand sich unter den anwesenden Frauen ein trefflich Brüstchen, das die Schalen ausfüllen konnte. Schwester Ilona fiel schon mal sowieso aus. Bei Susanne war er am Rücken zu eng. Und so weiter. Als ich den BH über der Bluse an meine Brust hielt, um zu demonstrieren, wie knapp das Teil ist, machte Wilfried einen Schnappschuß! Da kam Freude auf!

Es wurde Pizza bestellt. „Ja wie?“, fragte ich Wilfried, „ich denke, wir machen eine lange Tafel und sitzen gemeinsam zu Tisch!?“. „Ja, wie soll das gehen, bei 80 Personen?“, meinte Wilfried. Das leuchtete mir natürlich ein. Da ich mir vorher schon in meinem quadratwürfeligen Backöfchen  Fisch mit überbackenen Sahne-Champignos gemacht und für zwei Personen aufgefuttert hatte, war ich nicht mehr hungrig.

Für größeres Bild bitte klicken!Dann kam ein VW-Bus mit Wohnwagengespann. War das eine Freude! Volkmar und Melanie (blaeschen54) aus Kemberg kamen nach langer Fahrt auf den Platz gefahren. Nachdem alle durchgeherzt und –gedrückt waren, namen die Beiden vor Kopf des alten Festplatzes ihre Position ein, bauten eine Dreibein-Feuerstelle mit Gulaschtopf auf und holten Partyzelt und Biertischgarnituren aus dem Bus. Auch Anne und Paul hatten einen Hänger mit und holten Biertische und alles Mögliche raus, um es aufzustellen. So langsam nahm unsere „Location“ Formen an. Ich kramte dann noch aus meinem Aussteuerfach alte Leinenlaken und Tischtücher (alle auf Knick gemangelt) und belegte die Tische damit. Ich mein’, wir sind ja nicht bei den  Hottentotten, wir Hobbyaner feiern mit Stil! Windlichter auf die weißen Laken und die abendliche Stimmung war perfekt.

Für größeres Bild bitte klicken!Und dann kam da noch ein mir bekanntes Ehepaar, das ich seit zwölf Jahren nicht mehr gesehen hatte. Waltraud und Heribert aus Salzburg. War das eine Wiedersehensfreude! Daß Heribert (hobby600at) schon seit vorigem Jahr im Forum ist, ist mir so gar nicht aufgefallen, weil er nur mit seinem Nicknamen schrieb. Heribert hatte damals den Deckrüden Ossi, der der Vater meines Rottweilers Ferro (+) war. So schwelgten wir von damaligen Zeiten, und erzählten davon, daß ich mir oft zu Hundeausstellungen ein Wohnmobil gemietet hatte, um erst mal zu sehen, ob das überhaupt mein Ding ist. Ich habe die Entscheidung nie bereut.

So langsam ging es auf halb acht zu. Ich rief alle zum Sektempfang. Die Mozart-CD fand außer bei meinen belgischen Nachbarn keine Zustimmung. Da legte ich FlowerPower aus den Siebzigern auf.  Das war eine tolle Stehparty! Zwischendurch kam immer wieder das Mädchen mit dem Pizzawagen vorgefahren, der Bestellzettel wurde mit der Taschenlampe erleuchtet und sie verteilte die Pizzen wie der Nikolaus Spekulatius.

Für größeres Bild bitte klicken!Wir standen da im Kerzenschein mit unseren Sektgläsern auf dem Platz (was mögen wohl die umliegenden Leute in den Häusern gedacht haben), plauderten mit Neuen und mit denen, die wir  schon von Kemberg kannten. So z.B. Jutta und Bruno (bdehn). Ich fragte Jutta, ob ihr Bruno denn endlich den Boiler hat reparieren lassen, wo unten immer das Wasser rauslief, sobald die Pumpe eingeschaltet wurde. „Nee“, sagte sie „und die Heizung geht auch immer noch nicht!“ „Waas?“ sagte ich scherzhaft zu Bruno, „also ich hätte schon längst mit Dir Schluß gemacht!“.  Einer von den Hobbyanern hat dann am nächsten Tag die Heizung repariert. Gibt nix Schlimmeres als Frieren!

Für größeres Bild bitte klicken!Zwei Ehepaare aus Holland mit ihren Hobby’s hatten über der Sitzdinette einen Flachbildschirm angebracht, in die sie eine DVD mit Kaminfeuer und Barmusik gesteckt hatten. Ja, das war der Hit! Immer wieder mußte ich mal eben reingehen und gucken. Man sah das schöne Kaminfeuer natürlich auch durch die Windschutzscheibe. Und dann die schöne Beleuchtung in den Mobilen!

Die leckere Gulaschsuppe, die Volkmar und Melanie gemacht hatte, wurde gerne angenommen. Als der größte Teil schlafen ging, war der riesige Topf leer. Und mit Lob für die gute Küche wurde natürlich nicht gespart.

So verging der erste Tag unseres Treffens in Bad Orb. Wer einen Hund hatte, ging noch eine Runde mit ihm. Die letzten verließen ggn. 4.00 Uhr morgens das Partyzelt. Auch das Herrchen vom Deckrüden Ossi war bei den Letzten, nicht wahr Heribert!!?? Du Hockenbleiber!

Ich hätte das Bild der vielen Hobby 600 gerne mal aus einem der umliegenden Fenster gesehen, wie sie so ordentlich dastanden, viele mit ihren eingeschalteten, kleinen Außenleuchten, die eine oder andere Kerze brannte noch draußen auf dem Tisch. Richtig romantisch. {mospagebreak}

Für größeres Bild bitte klicken!Neenee, bis man am nächsten Tag erst mal alle Reste von der Party weggeräumt und –gespült hat! Das dauert. Nach dem Frühstück rief ich dann unsere Stadtführerin an, um der Termin für den Abend nochmal zu fixieren. Alles paßte. Statt des angekündigten, befürchteten Regens schien nun die die Sonne vom Himmel. Wolfgang (buddymobil) meinte: so lange der Wind so geht, kommt auch nix vom Himmel. So sei es!

Die Teilnehmer gingen mit ihren Bewertungszetteln über den Platz und schauten in die Mobile und schrieben und fachsimpelten und bewerteten. Einige Männer verkrochen ihre Köpfe in die Motoren und sprachen über Dinge, die ich nicht verstand. Bei mir wurde meist gesagt: „Och, der ist ja noch immer im Original!“. Ich wußte nicht, ob ich das toll finden sollte oder nicht. Bei so viel technischen Schönheiten, die in anderen Mobilen verbaut waren! Aber warum soll ich was verändern, wenn das Ursprüngliche noch gut ist? 

Für größeres Bild bitte klicken!Alle fanden das Gartentörchen zum Verriegeln gut, welches ich von unserem Dorfschreinermeister einbauen ließ.  So kann ich mal das Womo verlassen, ohne die Aufbautür zu schließen. Eine feine, moderne Fliegengittertür zum Schieben ist bei der Größe und Kraft meines Hundes nicht so haltbar. Wenn ein Fremder zu nah ans Wohnmobil kommen würde, dann kommt der Hund durch die geschlossene Netztür.

 Es war ein Gewusel und Begutachten auf dem Platz und dazu noch die Seh-Leute aus dem Ort, denen das sichtlich Spaß machte, daß sich mal wieder was rührte.

Da in der ganzen Altstadt von Bad Orb ein Salinenfest gefeiert wurde, schnappte ich mir mein 30 Jahre altes Hollandrad mit drei Gängen und radelte in den Ort. Auf dem Marktplatz spielte eine Band Lieder von Fats Domino. Die Leute standen rundherum und swingten mit. Der Ort war so voller Menschen, daß ich mein Rad lieber neben mir herschob, als ich mir die Gassen anschaute. Am Salinenplatz angekommen, war dort ein großer Antikmarkt.

Für größeres Bild bitte klicken!Ein Drehorgelmann im schwarzen Sakko mit roter Fliege, Nickelbrille und Melone auf dem Kopf, spielte zusammen mit seiner Frau (in langer Garderobe) bekannte Stücke, die zum Tanzen einluden. Vor Begeisterung schnippte ich mit den Fingern, als ein Standbesitzer mit langem, grauen Zopf und Hut mir dies nachmachte. Er machte Boogie-Woogie-Schritte, ich auch. Dann tanzte er mitten auf der Staße auf mich zu, reichte mir die Hand und fragte: „Möchten Sie tanzen?“ „Ja klar!“, sagte ich. Und so tanzte ich  am hellichten Tag auf der Straße mit einem ehemaligen 68iger zur Musik eines Drehorgelspielers. Rundherum standen die Leuten und lächelten und swingten mit. Man muß die Feste feiern, wie sie fallen.

Zurück zum alten Festplatz, holte ich meinen Santos erst mal hinterm Gartentörchen aus unserem Wohnmobil. Bevor die Stadtführung losgeht und wir anschließend gemeinsam zum Essen gehen, will ich ihn etwas bewegen. Eine Stunde stramm gehen war geplant.

Ich hatte mich im Wald verlaufen. Bei einer Abkürzung über eine abschüssige Wiese rutschte ich mit einem Bein auf einem Kuhfladen aus. Das andere Bein stützte ich ganz steif in die Erde, damit ich nicht mit dem Hintern in den Mist fiel. In dem Moment sah mein Hund einen Hasen und riß so an der Leine, daß ich das schmerzliche Gefühl hatte, er hätte mir mit dem Ruck ein Gewinde ins Knie gedreht. 

Für größeres Bild bitte klicken!Als ich endlich nach anderthalb Stunden zurückkam, machten sich schon alle auf den Weg zum Salinenplatz. Ich versicherte, daß ich mich beeilen werde, eben den Hund füttern und mich hübsch machen und umziehen. Ich verstand nicht, warum alle so einen Spaß hatten, mich zu sehen. Man riß die Kameras hoch und knipste, und ich lächelte wie auf dem Laufsteg. Als ich im Womo in den Spiegel schaute, verstand ich die Freude der anderen:  ich hatte immer noch den Lockenwickler im Ponny!

Halb sieben. Jetzt beginnt die Stadtführung, und ich renne noch über den Platz. Da stand zu meinem Glück der Sohn von Anne und Paul mit seinem PKW, der gerade nach Hause fahren wollte. Er fuhr mich schnell zum Salinenplatz, wo ich dann drei Minuten später als verabredet erschien. Das nenne ich Krisenmanagement!

Für größeres Bild bitte klicken!Die Stadtführerin und ich begrüßten uns herzlich. Dann ging’s los. Wir erfuhren viel von der Stadtgeschichte von Bad Orb, seit wann der Ort Kurstadt ist, was es mit der Geschichte der Saline auf sich hat, und wir lernten die schönes Stadt per Pedes kennen. Wir wurden durch schmale Gassen geführt, die man als Fremder und Unkundiger einfach übersieht. Wir standen vor dem kleinsten Haus des Ortes und erfuhren von dem verheerenden Brand der katholischen Kirche St. Martin, die 1983 bis auf die Grundmauern abgebrannt ist. Bis heute kennt man nicht die Ursache. Hier mal ein Link dazu.

Für größeres Bild bitte klicken!Der Abschluß der Führung endete im Obertorturm, wo uns im Innern eine Wendeltreppe mit Kerzen auf den Stufen empfing. War das schön! Der Mann der Stadtführerin schenkte uns einen Hexentrunk oder alkoholfreien Hollersaft ein. Da wir zu 60 Personen nicht alle in den kleinen Wachraum paßten, um unser Abschlußlikörchen zu trinken, gingen noch einige den Turm weiter rauf oder kamen später, es wurde eng aber es klappte. Ich hatte den anderen noch gesagt, daß wir der Stadtführerin zum Schluß ein kleines Trinkgeld zukommen lassen wollen. Und so war ich froh, daß Lutz (rallyefreak) den ledernen Cowboyhut  von Günter (speedy75) schon mal als Kollekte-Behältnis aktiviert und mit dem Sammeln angefangen hatte. Ich übernahm dann den Hut und Lutz holte sich seinen Hexentrunk aus dem Wachstübchen.

Für größeres Bild bitte klicken!Bevor wir uns bedankten und verabschiedeten, schüttete ich unserer Stadtführerin den Inhalt des Hutes in ihre historische Schürze. Wie das Mädchen aus dem „Sterntaler“ stand sie da mit ihrer weißen Stoffhaube. Sie sagte, daß sie lange nicht mehr so eine nette Gruppe geführte habe. Sie hatte sich aber auch richtig Mühe gegeben und am Ende der Führung ganz rote Bäckchen.

Für größeres Bild bitte klicken!Nun hatten wir alle Hunger. Wir gingen wie eine Schulklasse durch die beleuchtete, ausgestorbene Altstadt Richtung Gasthaus „Zum Faß“. Ein gutbürgerliches Haus mit kleiner Bar und Tanz. Als wir eintraten, tanzten schon einige Kurgäste und Einheimische in artiger Tanzschulmanier einen Slowfox. Gut, daß Wilfried reserviert hatte! So bekamen alle ihren Platz.

Nach dem Essen gingen alle zu ihren Wohnmobilen zurück. Heribert (hobby600at) und ich blieben noch und fanden ein nettes Plätzchen in einem der großen Fässer, die neben der Tanzfläche aufgebaut waren. Nach einem Twist, den ich beim Alleinunterhalter bestellt hatte, verließen auch wir „Hockenbleiber“ endlich das Lokal.

Aber schon schlafen gehen? Mitnichten! Bei Manni und Schwester Ilona (Hobbytreiber) war noch draußen auf der Terrasse Licht, und Gäste hatten sie auch noch! Wir gesellten uns zu ihnen, und es wurde wieder halb zwei morgens. Ein schöner und ereignisreicher Tag war wieder zuende gegangen. Wir gingen alle durch die beleuchteten Wohnmobile der anderen und suchten unsere Kemenate auf. Und das Wetter hatte an diesem Tage auch wieder gepaßt. {mospagebreak}

Für größeres Bild bitte klicken!Am Sonntag hatte Wilfried für 10:00 Uhr morgens die Siegerehrung anberaumt. Oh nee, nach so einer langen Nacht! Und die Hunde mußten auch noch raus... Es wurde 11:00 Uhr. Vor Wilfrieds Hobby standen zwei großen Kartons, Geschenke vom Hobby-Wohnwagenwerk. In einem Körbchen waren fein säuberlich Din-A-4-Blätter zusammengefaltet und mit Tesa fixiert. Wilfried sprach zu allen, faßte die Bewertungen zusammen und rief die Gewinner auf.

Zuerst wurde der Hobby mit der längsten Anreise aufgerufen. Wer ist über 300 km gefahren, wer über 400 km, wer über 500 km...Nun hielten nur noch Heribert (hobby600at) aus Salzburg und ich die Hand in die Höhe. Ich hatte zwar mehr Kilometer auf dem Tacho, hatte mich aber um 20 Kilometer verfahren. Heribert und ich wohnen nur ca. 12 km auseinander. Er hatte die ehrliche, weitere Anreise. Den schönen Orden hängte Heribert sogleich seiner Waltraud um den Hals. Ein Geschenk bekamen sie auch.

Für größeres Bild bitte klicken!Bei der Wahl des schönsten Hobby 600 belegte Waldemar, der in Kemberg mit seinem beeindruckenden Hobby 600 noch siegte, den fünften Platz. Vierter wurde Manfred D. mit dem schönen Holzkasten-Gemälde über dem Flachbildschirm, neueren Umbauten der Naßzelle, Schlaf- und Wohnbereich.  Dritter wurden Bart und seine Frau Tineke aus Holland (hobbyist 600). Luxusausstattung mit Kaminfeuer-DVD und toller, indirekter Beleuchtung. Platz 2 ging an Johann mit Frau Anneliese (jojo). Sie hatten ihre Sitzdinette in L-Form umgebaut, die Bleche um die Pilotsitze gekürzt,  so daß mehr Platz geschaffen wurde, wenn die Sessel herumgedreht wurden. Und der Tisch war so gestaltet, daß er durch Drehung über die längere Sitzbank verstellt werden konnte. So entstand fast eine Tanzfläche im Gang. Sieger wurden Ferdinand (ferdi2), der mit seiner Frau Nicole zum Richtertisch kam und  Orden und Geschenk entgegennahm. Sie hatten ihren Hobby 600 in drei Jahren Arbeit komplett neu und modern aufgebaut. TV überm Bett, Flachbildschirm über der neuen, modernen  Küchenzeile, deren Schubladen sich beim Antippen von alleine hineinzogen, und die Kochstelle war ein Ceranfeld. Als Heizung fungierte ein offener Kamin,  zumindestens wirkte es so.

Für größeres Bild bitte klicken!Dann vergab die Jury, bestehend aus  Susanne, Florian und Franks Kindern Marie und  Tobias, den Preis für das beste Detail. Susanne sprach, sie zählte viele tolle Details der verschiedenen Wohnmobile auf. Ja, sie machte das richtig spannend, daß man  sogar die gespannten Gesichter  auf einigen Fotos sehen kann. Man hatte sich nun doch für zwei Details entschieden, der Preis sollte an zwei Hobbyaner vergeben werden. Wer mochte das wohl sein? Die tollen technischen Neuerungen, die eingebaut waren, die Umbauten der Sitzdinetten, es war so vieles an Außergewöhnlichem zu bestaunen.

Und plötzlich sprach Susanne von einem Gartentörchen, das nicht nur Hunde in Verwahrung hält sondern auch praktisch für Kleinkinder sei, die beim Mittagsschlaf mal eben kurz alleine gelassen werden. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Ich wurde aufgerufen, nach vorne zu kommen. Ich war wirklich überrascht. Mein Gartentörchen hatte einen Preis gewonnen!

Und dann war da noch der schöne, flache Holzkasten, gefertigt wie ein hübsches Gemälde, das man von der Wand nehmen kann. Dahinter verbarg sich  ein Flachbildschirm. Für dieses schöne Detail gewann Manfred aus Heppenheim den Preis. Manfred bekam einen Orden und eine Flasche guten Whiskey. Ich hatte ja schon einen Orden und durfte ein Los aus dem Körbchen ziehen. Damit hatte ich eine hübsche Uhr vom Hobby-Wohnwagenwerk gewonnen, worüber ich mich richtig freute.

Für größeres Bild bitte klicken!Da nach der offiziellen Preisverleihung noch viele Lose und Geschenke da waren, ging Wilfried mit dem Körbchen herum. Jeder konnte sich ein Los ziehen. Und später nochmal. Wie die Kinder standen wir alle in der Reihe und lösten bei Ulrike, Wilfrieds Frau, die Lose ein. Es war wie Weihnachten. Kartenspiele, Sporttaschen, Baseballkappen, Badetücher und schöne LEONARDO-Gläser mit Hobby-Aufdruck wurden verteilt. Man schwätzte und tauschte und lachte. Vielen Dank sagen wir dem Hobby-Wohnwagenwerk von hier aus! Ja und dann? Dann kamen noch Petra und Detlef (pet44) nach vorne zum Tisch. Sie hatten für alle Fahrzeuge eine süße Brockenhexe aus ihrer Heimat  mitgebracht und verteilten diese an alle. Das war ein Späßchen! Meine Brockenhexe hängt jetzt über der Sitzdinette.

So nach und nach verabschiedeten sich die Teilnehmer voneinander. Ein Fahrzeug nach dem anderen verließ den alten Festplatz, der uns zu so einem netten Wochenende Heimstatt wurde. Vielen Dank an die Verantwortlichen der Stadt Orb! Es hätte besser nicht sein können. Ach so, fast vergessen: Weil die Unkosten für dasTreffen gering waren, hat Wilfried von jedem einen kleinen Obulus eingesammelt und dem Vertreter der Stadt für die Kinderinitiative 520 Euro gespendet. Das steht sogar im Internet: hier!

Für größeres Bild bitte klicken!Zum Schluß blieben noch vier Hobby’s auf dem Platz. Manni stellte sein Fahrzeug so, daß er mit zwei anderen Womos (buddymobil und luke) eine Mini-Wagenburg machte. Peter (luke), als gelernter Kfz-Mechaniker, stellte Wolfang (buddymobil) noch vorne die Spur ein. Die anderen saßen bei Kaffee und Kuchen in ihrer Wagenburg und schauten Peter zu, ober auch alles richtig machte.

Ich bereitete mich langsam für die Weiterfahrt vor. Als begeisterte Städtereisende wollte ich mir noch die historische Stadt Büdingen anschauen. Nach einem herzlichen Abschied wurden die noch Verbleibenden in meinem Außenspiegel immer kleiner.

Natürlich wollen wir uns an dieser Stelle herzlich bei Rosi und Norbert für die tolle Idee bedanken, uns im schönen Bad Orb zu treffen. Schade, daß Rosi aus beruflichen Gründen nicht mit dabei sein konnte. Ein schönes Treffen der Freunde des Hobby 600 war wieder zuende gegangen.

Vielleicht ist das mal der richtige Moment, Herrn Harald Striewski hier öffentlich für die Entwicklung und den Bau dieses tollen Reisemobils zu danken. Ob er damals geahnt hat, welche Freude er damit heute noch bereitet?

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Kommentare  

#5 Bad Orb , Fantastischhobbyist 600 2009-10-16 17:28
Gisela bedankt voor je prachtige verhaal, We zullen het weekend niet snel vergeten .We kijken nu al uit naar het volgend jaar!!!!
Vriendelijke groeten van Bart en Tineke
#4 Typisch GiselaEddie 2009-10-14 13:06
Typisch ist natürlich erst mal der tolle, ausführliche und sehr ansprechend persönliche Bericht. Klasse gemacht, danke von einem "Zurückgeb liebenen". Genauso typisch aber: Gisela kommt zu spät zur Stadtführung (s. Kemberg). Wird das jetzt zur Tradition? Sei umarmt. Eddie & Ruth
#3 Manfred D. 2009-10-14 01:29
Hallo Gisela,

Gratulation für Deinen tollen und so ausführlichen Bericht. Es machte richtig Spass ihn zu lesen.

Eine kleine Richtigstellung - es ist nicht weiter wichtig - zu meinem "Holzkaste n mit hübschen Gemälde" . Das "Gemälde&q uot; ist nur eine Fotocolage.

Viele Grüße ins BGL

Manfred
#2 Hobbytreiber 2009-10-13 14:47
Hallo Gisela.

im Bad Orb Bericht vermisse ich in der Einführung das Norbert zu dem Treffen eingeladen hat.

Und im Schlusswort fehlt noch ein Dankeswort an Norbert.

Stößchen auf deinen Bericht!

Gruß Manni und Ilona
#1 Hansel 2009-10-13 10:55
Schöne Geschichte von das Wochenende, da bei zu sein war Super
Jackie und Hans

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