Wenn sich Freunde mit ihren Hobbys treffen

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Für größeres Bild bitte klicken!Am nächsten Morgen, Sonntag, schien wieder die Sonne ins Mobil. Die Heizung konnte ich nach der kühlen Nacht ausmachen. Nach der morgendlichen Pflichtrunde mit Santos ging ich gemütlich über den Stellplatz und besuchte alle. Susanne (Fritz) saß in ihrem Mobil am Laptop. Ooh, super! So was möchte ich auch für unterwegs haben. Susanne zeigte mir Fotos, konnte ins Forum usw. Alles mit so einem Stick an der Seite. Ich bewunderte ihr vormals olles Führerhaus, was jetzt schön weiß im Lack stand! Das hatte was! Gegenüber standen Monika und Wolfgang (Buddymobil). Unterm Tisch lag unangeleint das kleine, süße Hündchen. Das liegt da brav und muss nicht gesichert werden. Wolfgang war schon wieder mit seiner Kamera beschäftigt. Stativ aufgebaut, gleich kommen die Abschiedsaufnahmen. Ob ich auch eine DVD haben wollte. Na klar! Seit Kemberg im Mai d.J. hatte unser Buddymobil über 20 Kilo abgenommen. Respekt, kann ich da nur sagen.

Für größeres Bild bitte klicken!Einige von uns waren am Vormittag noch zum Schwimmen ins Bad nebenan gegangen. Mit den Namensschildern, die wir um den Hals trugen, bekamen wir Gratis-Eintritt ins Schwimmbad. Beim nächsten Mal will ich mir auch die Zeit dazu nehmen. Aber mir war am Samstag die „Lange Theke" lieber. Auch hatte ich mir vorgenommen, beim nächsten Mal den „Barfuß-Weg" in der Nähe zu begehen. Das nächste Mal!

Für größeres Bild bitte klicken!So ging ich am Mobil von „fritzefling" vorbei. Sein schöner Rhodesien Ridgeback stand angeleint vor dem Wagen und freute sich, als er mich kommen sah. „Mein Schätzelein, du freust dich so, und ich habe nicht mal ein Leckerchen mit!", sagte ich. Friedhelm (fritzefling) meinte nur: „Und dann traust Du Dich hierher!?".

Mario hatte wieder Fachgespräche und diverse Fragen zu beantworten. Der hochlöbliche Eddie studierte ein Drehbuch, weil er für ein anderes Stück daheim die Regie machen soll. Ruth fragte mich, ob ich ein Gläschen Sekt haben wollte. Nee, ich muss ja gleich fahren. Es kam plötzlich Abschiedsstimmung auf.

Für größeres Bild bitte klicken!Wir hatten auf unserem Thing-Platz unsere Stühle im Kreis aufgestellt. Schwester Ilona und ihr Manni standen neben einem Tisch, unter dem mehrere Kartons vom Hobby-Wohnwagenwerk platziert waren. Buddymobil stand mit seiner Kamera in Position und guckte und prüfte den Sonnenstand.

Für größeres Bild bitte klicken!Zuerst wurde der älteste Teilnehmer geehrt. Georg war ein Jahr vor seinem achtzigsten Geburtstag und wirkte erstaunlich jung und dynamisch. Dann kam die zweijährige Tochter von Anne und Paul, die sich so über ihre Ehrung als jüngstes Mitglied freute, dass sie laut klatschend und quiekend alle im Umkreis zum Lachen und Mitklatschen animierte. Sie wollte gar nicht mehr weg von ihrer Ehrung, bis ihr Papa sie einfach schnappte und wegtrug. Dabei quietschte sie immer noch vor Freude und jubelte allen zu.

Für größeres Bild bitte klicken!Dann wurde der Teilnehmer mit der längsten Anreise aufgerufen. Das war ich mit meinen 650 Kilometern. So ein toller Orden um den Hals, das hat was! Dann noch als Geschenk, einen schönen Reisetrolly mit Rädern und Teleskopstange mit Hobby-Aufschrift, vom Feinsten!

Für größeres Bild bitte klicken!Dann kam es zur Siegerehrung der Hobby 600-Rallye. Wer hatte bei dem Wissens-Fragebogen die meisten Punkte? Vorne im Kreis standen Frank und Jackie und Hansel aus Holland, die gemeinsam die Fragen zusammengestellt hatten. Frank sprach dazu und rief die Gewinner nach vorne. Vorher musste er aber noch schnell loswerden, dass das Kinder-Team punktuell besser als unser Webmaster war! Es gab vier Zweite Plätze. Und wer machte wieder den Ersten Preis mit den Für größeres Bild bitte klicken!meisten Punkten? Unsere Susanne (Fritz), wie letzten Mai in Kemberg. Die Sieger bekamen ebenfalls solch einen schönen Reisetrolly; Susanne zusätzlich eine Medaille. Danach überreichte Wilfried an Frank, Jackie und Hansel als Dankeschön jeweils eine Jacke mit Hobby-Emblem. Mit dem Wissens-Spiel hatten sie sich richtig Mühe gemacht. Sie sind sogar deswegen schon vorher nach Bad Marienberg gefahren, um sich über den Wildpark, den Basaltpark und den Ort zu informieren.

Für größeres Bild bitte klicken!Im Anschluss bekamen Alfred (Wille Wäller), der den Vorschlag für das Treffen in Marienberg machte, Wolfgang, der „Platzwart des Jahres", Ducato-Mario, Hobbytreiber, der als Schwertransporter unterwegs war, Paul, der Zelte und Anhänger zur Verfügung stellte, und Buddymobil, der sonst ja immer hinter der Kamera steht, von Wilfried eine Medaille und einen Regenschirm als Dank und Anerkennung für ihre Mitwirkung. Danach stellten sich alle noch für ein Gruppenfoto auf.

Wilfried hatte am Anfang des Treffens einen Fragebogen an alle ausgeteilt, der nun ausgefüllt abgegeben werden sollte. Es ging darin um die nächsten Treffen, wo sie stattfinden sollten, was gewünscht wird, Stadtführung, Stellplatz mit Strom, evtl. die Möglichkeit, in ein Restaurant einzukehren usw. Jeder bekam bei Abgabe des Zettels noch eine wertvolle Reisetasche vom Hobby-Wohnwagenwerk als Geschenk.

Für größeres Bild bitte klicken!Ich sprach noch ein paar Worte zum Dank an unseren Forumsadmin Wilfried, der sich mit allem immer so eine Mühe macht und nun selbst nicht mal ein Geschenk bekam außer einem kräftigen Applaus. Aber für das nächste Mal lassen wir uns was einfallen. Noch ein Gruppenfoto von allen Teilnehmern, dann löste sich so langsam alles auf.

Für größeres Bild bitte klicken!Einige, Anne und Paul, Eddie und Ruth, sie wollten noch bis Donnerstag bleiben. Ich überlegte schon, ob ich vielleicht nach dem Besuch bei Mutti in Witten am Dienstag wieder zum Stellplatz kommen soll. Mal sehen.

Wir drückten und umarmten uns, ich stieg in mein Wohnmobil. Mein Keilriemen jaulte. Die Womo-Dreiergruppe, die neben mir in U-Form stand, wedelte mit den Armen, ich solle stehen bleiben. Ich machte nur die Scheibe runter, ja, ich wüsste, der Keilriemen jault, geht aber gleich wieder weg. „Nein! Dein Auspuff hängt unten runter!". - Oh neee, ne? Ich schmiss mich auf den Boden, da war wirklich das Rohr vom Topf ab. Wo ist Ducato-Mario? Der war schon weg.

Für größeres Bild bitte klicken!Norwegenangler kam und guckte sich das an. „Kein Problem", sagte er, ich soll wieder in den Schatten fahren, wo ich vorher war. Dann kam er mit einer Perserbrücke mit Fransen und einem Werkzeugköfferchen und legte beides neben mein Wohnmobil. Jürgen legte sich unter den Auspuff und machte eine Metallmanschette mit Schelle daran fest. Ich wunderte mich, dass er so was dabei hatte. Es war eine Mandarinen-Konservendose, die er aufgeschnitten und wie einen Verband um meinen abgerissenen Auspuff legte. Ich war so begeistert, dass ich rief: schnell Wilfried, hol Deinen Fotoapparat, das musst Du knipsen! Thomas (Rowdy) assistierte Jürgen. Für das Foto nahm ich schnell eine Zange in die Hand, damit das auf dem Bild wichtiger aussieht. Dieser "Verband" hielt dann wirklich bis zur Werkstatt, wo ein ganz neuer Auspuff montiert wurde.

Noch mal alle drücken und umarmen, jetzt aber weg zu Mutti. Bevor ich Richtung Autobahn fuhr, hielt ich noch gegenüber auf dem normalen Parkplatz, um mit dem Hund zu dem mystischen Basaltsee zu gehen. Ich war gestern nicht ganz rumgegangen, bis zum Informationshäuschen.

Vorbei an der knallroten Lok, die vor hundert Jahren die mit Basaltsteinen gefüllten Wagen zog, kam ich zu einem vergrößerten Schwarz/Weiß-Foto von 1920. Darauf war in einem Halbkreis eine Gruppe Arbeiter zu sehen, die sich auf Schaufeln und Hacken abstützte. Ich sah an dem Foto vorbei auf die hohe Steinwand, wo anstelle der Gruppe nun der See war.

Ich ging ein paar Meter weiter zu einer Baumelbank. Mit meinen 1,65 m musste ich  draufhopsen, so hoch war sie. Ich baumelte mit den Beinen in der Luft und blickte noch auf den schönen, ruhigen See, der glatt wie ein Spiegel war. Ich weiß, ich schweife aus. Aber ich brauche diese Überlegungen für meinen Schlusssatz, der für jeden Roman und auch einen wahren Erlebnisbericht immer schwierig ist.

Für größeres Bild bitte klicken!Im Wohnmobil steckte ich den Schlüssel ins Zündschloß ohne umzudrehen. Ich sah immer noch das Bild mit den Arbeitern und dem Rottenführer vor Augen. Neunzig Jahre später kommen wir zu 50 gleichen Wohnmobilen mit Heizung und vollem Kühlschrank und Sekt außerhalb von Weihnachten und Sylvester hierher, um zu feiern und zu lachen. Ich sah Buddymobil mit der teuren Kamera herumlaufen, dachte an die lange Theke in Bad Marienberg, wo wir bekamen und bezahlen konnten, was unser Herz begehrte.

Ich dachte an das hübsche Lachen von Ruth und die mattgrüne Proseccoflasche von Eddie. Dann drehte ich meinen Schlüssel um und hatte wieder dieses glückliche Gefühl, was ich immer habe, wenn der Dieselmotor so tuckert. Und nun kommt der letzte Satz:

Leute, was geht's uns doch so gut!

Kommentare  

#9 fritzefling 2010-10-22 20:14
Gisela , Gisela du bist einmalig. Toller Bericht hat spaß gemacht ihn zu lesen. Mit freundlichen Grüßen Marita u. Friedhelm
#8 Buddymobil 2010-10-21 01:25
Super Bericht, liebe Gisela, habe dafür sogar meinen Schlaf geopfert, weil ich nicht aufhören konnte zu lesen. jetzt komme ich wieder nicht vor zwölf ins Bett, aber es hat sich gelohnt, alles lebt noch mal wieder auf, wenn Gisela schreibt!!! Und die Kommentare sind, wie immer, unverwechselbar Gisela!
Bis zum nächsten Treffen Monika und Wolfgang
#7 Original-GiselaEddie 2010-10-20 22:59
Nee, Du musst Deine Berichte nicht mehr mit Namen zeichnen. Die sind einfach unverkennbar, unverwechselbar und EINMALIG Gisela. Danke dafür. Ruth & Eddie
#6 Supersaint 2010-10-20 21:02
Und dazu gibt es nichts mehr zusagen 1. setzen.
Als wären wir dabei gewesen. Wann ist da nächste Treffen?
#5 Manfred D. 2010-10-20 01:51
Erste Sahne Gisela,

toller, an keiner Stelle langweiliger Bericht. An Dir ist eine "Schreiber in" verloren gegangen. Danke!
Auch Dank für die tollen begleitenden Fotos. Es macht Freude, zu einer solch tollen Gruppe zu gehören.

Manfred und Inge
#4 platzwart 2010-10-19 18:48
Was soll ich dazu sagen?
Schön, dass es Dir gefallen hat und ja, ein toller Bericht über das Wochenende. Auch Dir Gisela hier noch einmal ein großes Dankeschön und bis zum nächsten Mal
Wolfgang
#3 Jackie 2010-10-19 12:57
Super story mit super Bilder, war schön dabei zu sein!
#2 Fritz 2010-10-19 12:47
Ein super Bericht mit tollen Fotos! Danke an Gisela, Wilfried und die Fotografen!
Susanne
#1 \" Wouw\"Schwester Ilona 2010-10-19 12:46
Wouw... ich bin nach diesem tollen Bericht ( Erzählung ) total geplättet. Besser kann man sich es einfach nicht wünschen. Es freut mich immer wieder das wir in unserer Hobbyfamilie so geniale Autoren und Fotografen haben die sich für uns soviel Arbeit machen.
Danke, danke, danke ...
Schwester Ilona

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