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Motor abdichten
- hobby51
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Re: Motor abdichten
09 Jan. 2013 08:20
Moin Lothar,
zunächst finde ich es wirklich toll, dass Du den Hobby nicht mehr "das Ding" nennst, sondern es schon aufgestiegen ist zum "Autochen".
Was den Motor angeht und Deine Arbeiten daran, bin ich fasziniert, an was Du dich da herantraust.
Schreibe doch bitte mal, wie es weiter gegangen ist. Bin so gespannt!
zunächst finde ich es wirklich toll, dass Du den Hobby nicht mehr "das Ding" nennst, sondern es schon aufgestiegen ist zum "Autochen".
Was den Motor angeht und Deine Arbeiten daran, bin ich fasziniert, an was Du dich da herantraust.
Schreibe doch bitte mal, wie es weiter gegangen ist. Bin so gespannt!
Viel Grüße aus Ostfiresland
von Dirk, Franzi, Anika, Stefanie,
Joshua, Janosh und Fee
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- teicheule
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Re: Motor abdichten
09 Jan. 2013 13:31
Hallo Lothar, lese erst jetzt dein Problem, wir hatten vor einigen Jahren Selbiges. Klaus hat, nach erfolglosen Versuchen, das Teil genommen, ist in eine Ducato Werkstatt gefahren, hat freundlich gefragt was er wohl falsch macht. Der Kollege lachte nur und meinte, garnichts. Dafür gibt es ein "Spezialwerkzeug". Irgend so ein halbrundes Ding mit 'ner Nase dran. Hat es angesetzt, 1x geklopft und raus wars. 10 Euronen für Kaffeekasse bekommen, er wollte garnichts. Und Klaus war glücklich.
Und das ist es doch was wir Frauen wollen, das unsere Männer glücklich sind. :1723:
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- Magur
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Re: Motor abdichten
09 Jan. 2013 18:18
Hallo,
werde in Kürze etwas umfangreicher Berichten. Jetz nur so viel:
Das "Ei" steht wieder auf seinen eigenen Hufen. Morgen ist der Tag, an dem der Starversuch stattfinden wird. Danach gibt es mehr. Entweder zum heulen oder große Freude.
Gruß
Lothar
werde in Kürze etwas umfangreicher Berichten. Jetz nur so viel:
Das "Ei" steht wieder auf seinen eigenen Hufen. Morgen ist der Tag, an dem der Starversuch stattfinden wird. Danach gibt es mehr. Entweder zum heulen oder große Freude.
Gruß
Lothar
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- Magur
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Re: Motor abdichten
09 Jan. 2013 18:23
Hallo,
halrunde Dinger zum Klopfen habe ich auch probiert. Da ging wirklich nix außer, aber das erzähle ich dann später. Morgen soll der Startversuch stattfinden. Da will ich jetzt nicht das Schicksal herausfordern. Bin da so ein bisschen abergläubisch. "Man soll die Nacht nicht vor dem Morgen loben"
Es grüßt hoffnungsfroh
Lothar
halrunde Dinger zum Klopfen habe ich auch probiert. Da ging wirklich nix außer, aber das erzähle ich dann später. Morgen soll der Startversuch stattfinden. Da will ich jetzt nicht das Schicksal herausfordern. Bin da so ein bisschen abergläubisch. "Man soll die Nacht nicht vor dem Morgen loben"
Es grüßt hoffnungsfroh
Lothar
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Re: Motor abdichten
14 Jan. 2013 16:29
Hallo,
da bin ich mal wieder. Ich will dann mal weiter berichten, was inzwischen alles passiert ist. Zunächst das persönliche. Ich habe bei der ganzen Geschichte kalte Füße bis zum Hals gekriegt. Ich hab das Auto zwar in der Halle, also trocken aber nicht warm stehen. Aber im Vergleich zu verschiedenen Bilder die ich schon gesehen habe geht’s mir ja noch Gold. So nun zum Autochen dem Ding, dem Ei, dem Mistding. Also es ist durch alle Höhen und Tiefen des geliebt und gehasst werden gegangen. Für alle die Mitleid mit Autos haben: Es fährt wieder, wir also auch wieder geliebt. Bis zum nächsten Mal. Ist ja noch genug dran zu machen.
Nachdem ich also mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versucht hatte die Wellenstummel aus dem Differential zu reißen und nix ging habe ich mich entschlossen Hilfe zu suchen. Die fand ich dann auch bei dem im Forum bekannten Mario in der Nähe von Wetzlar. Muss sagen, gute Werkstatt und sehr nette und was noch wichtiger ist sehr kompetente Leute. Nett kann man ja einfach so feststellen. Kompetent sind aus meiner Erfahrung die Werkstätten für die es kein Problem ist, wenn der Kunde zugucken kann. Bei „Heimlichwerstätten“ bei denen man aus „Versicherungsgründen“ nicht zuschauen darf hab ich immer Bedenken. Egal, in der besagten Werkstatt ist man der Sache mit diversen, an sich einfachen Geräten zu Leibe gerückt. Nach Zerlegen Differentials also Trennen von Tellerrad und Kegelradgehäuse und Ausbau der Kegelräder lagen nun die Rückwärtigen Deckel der Wellenaufnahme frei. Diese wurden zunächst angebohrt (ziemlich dick das Material, so geschätzte 2 bis 3 mm), dann herausgehebelt. (Hätte ich auch gekonnt).
Dann die offenen Teile auf eine Hydraulikpresse und mit gigantischem Druck ausgepresst. Da hat jeweils böse Schläge getan wenn die Welle endlich nachgab. (Hätte ich auch gekonnt { wenn ich so eine Presse gehabt hätte}. Ihr seht, ich könnte das alles selber. Ne, Spaß beiseite klar, wenn man das mal gesehen hat und das passende Gerät ist das alles ganz einfach. Nun, nach dem Auspressen wurden die Teile gewaschen, anschließend zusammengebaut und und neue Decken von hinten eingesetzt und verstemmt, gut war. Der Preis für die fast 2 Stunden die Herr B. von der Fa. MW. war moderat. Kann man nix gegen sagen. So, z. H. angekommen den ganzen Kladderadatsch wieder zusammen gepfriemelt.
Das ging jetzt im Wesentlichen ohne große Probleme. Bis auf das blöde Thermostatgehäuse. Motor und Getriebe wieder zusammengesteckt natürlich neue Druckplatte, M-Scheibe und Ausrücklager macht ja sonst kaum Sinn. Den ganzen Klotz in das „Mistding“ gewuchtet. Nun hab ich dafür einen hydraulischen Motorheber benutzt. Das Problem dabei ist, dass der Heber unter Last auf nicht ganz glattem Boden nicht gut rollt. Daraus folgt: Ruck > Fingerklemm > Hautabschürf usw.
Das auch deshalb, weil man bei Fiats so Sparsam mit dem Platz im Motorraum umgegangen ist. Wenn ich so Sachen mache denke ich immer an die seligen Zeiten zurück, wo ich noch mit Kadettmotoren jongliert habe. Wenn die im Motorraum stecken, dann war noch reichlich Platz rundrum. Gut das Herz steckt nun wieder drin im Autochen. Ende des Arbeitstages. Auf neue Antriebswellen gewartet. Als die kamen die Dinger reingesteckt und den Ganzen Summs vorne unten, Querlenker, Koppelstange, Spurstange, Radlager fest. Frisches Öl in Motörle. Frisches Öl ins Getriebe. Frisches Öl läuft raus aus Getriebe. Mistkarre, Höllending. Öl wieder abgelassen. Linke Seite Antriebswelle aus dem Getriebe gerupft. Da alle Schrauben schön gängig waren eine Sache von 20-30 Minuten. Welle ging aus dem Getriebe ohne zicken. Den Deckel auf der Seite rausgeschraubt weil es auf der Seite halt tropfte. Ursache war ein zerstörter O-Ring. Da kein O-Ring zur Hand mit ht-Silikon rot das ganze Teil wieder zugeschraubt. Ein Tag gewartet, Öl rein, Öl blieb drin. Während der Wartezeit ein inzwischen ersatzbeschafftes Thermostatgehäuse eingeschraubt. Kühlflüssigkeit rein, Kühlflüssigkeit zeigt sich dünnflüssig und verdrückt sich aus dem Kühlkreislauf durch eine kleine konstruktive Änderung des Gehäuseflansches. Soll heißen, trotz größter Ähnlichkeit und auch passenden Schraubbohrungen ist das Ersatzgehäuse für das Motörle nicht geeignet. Kaum zu sehen wenn man nicht weiß worauf man achten muss. Also Teil wieder ab. Jetzt Altteil genommen und von allen Seiten betrachtet. Dabei den Versuch einer Geistheilung unternommen. Geistheilung ging nicht. Aber, ein Chromrohr eine normalen Waschbeckenablaufs, Messing verchromt, eine Schleifmaschine mit Schleifkegel, 2 Stunden gnadenloses Schleifen und etwas Epoxid-Kleber. Das Rohrstück weitgehend vom Chrom befreit und aufgeraut. Das Rohr des Thermostatgehäuses soweit auf geschliffen, bis der Chromstutzen reinpasste, dann mit Epoxidkleber geklebt. Ist nicht hundert Prozent dicht, hält aber das Wasser ausreichend für Probefahrt. Diese fand kurz am Samstag und schließlich 2 Stunden am Sonntag statt. Bis auf die Wassersache alles gut. Mal sehen wie lange es so bleibt.
So, ich habe das Auto wieder lieb. Auch wenn die Heizung in der „Mistkarre“ keine warmen Füße macht. Es gibt also gleich ein neues Problem. Es gibt viel zu tun, packen wir´s an. Aber erst wenn es nicht mehr so kalt ist.
Es grüßt aus dem hessischen Ried,
der mit den kalten Füßen tanzt
Lothar
da bin ich mal wieder. Ich will dann mal weiter berichten, was inzwischen alles passiert ist. Zunächst das persönliche. Ich habe bei der ganzen Geschichte kalte Füße bis zum Hals gekriegt. Ich hab das Auto zwar in der Halle, also trocken aber nicht warm stehen. Aber im Vergleich zu verschiedenen Bilder die ich schon gesehen habe geht’s mir ja noch Gold. So nun zum Autochen dem Ding, dem Ei, dem Mistding. Also es ist durch alle Höhen und Tiefen des geliebt und gehasst werden gegangen. Für alle die Mitleid mit Autos haben: Es fährt wieder, wir also auch wieder geliebt. Bis zum nächsten Mal. Ist ja noch genug dran zu machen.
Nachdem ich also mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versucht hatte die Wellenstummel aus dem Differential zu reißen und nix ging habe ich mich entschlossen Hilfe zu suchen. Die fand ich dann auch bei dem im Forum bekannten Mario in der Nähe von Wetzlar. Muss sagen, gute Werkstatt und sehr nette und was noch wichtiger ist sehr kompetente Leute. Nett kann man ja einfach so feststellen. Kompetent sind aus meiner Erfahrung die Werkstätten für die es kein Problem ist, wenn der Kunde zugucken kann. Bei „Heimlichwerstätten“ bei denen man aus „Versicherungsgründen“ nicht zuschauen darf hab ich immer Bedenken. Egal, in der besagten Werkstatt ist man der Sache mit diversen, an sich einfachen Geräten zu Leibe gerückt. Nach Zerlegen Differentials also Trennen von Tellerrad und Kegelradgehäuse und Ausbau der Kegelräder lagen nun die Rückwärtigen Deckel der Wellenaufnahme frei. Diese wurden zunächst angebohrt (ziemlich dick das Material, so geschätzte 2 bis 3 mm), dann herausgehebelt. (Hätte ich auch gekonnt).
Dann die offenen Teile auf eine Hydraulikpresse und mit gigantischem Druck ausgepresst. Da hat jeweils böse Schläge getan wenn die Welle endlich nachgab. (Hätte ich auch gekonnt { wenn ich so eine Presse gehabt hätte}. Ihr seht, ich könnte das alles selber. Ne, Spaß beiseite klar, wenn man das mal gesehen hat und das passende Gerät ist das alles ganz einfach. Nun, nach dem Auspressen wurden die Teile gewaschen, anschließend zusammengebaut und und neue Decken von hinten eingesetzt und verstemmt, gut war. Der Preis für die fast 2 Stunden die Herr B. von der Fa. MW. war moderat. Kann man nix gegen sagen. So, z. H. angekommen den ganzen Kladderadatsch wieder zusammen gepfriemelt.
Das ging jetzt im Wesentlichen ohne große Probleme. Bis auf das blöde Thermostatgehäuse. Motor und Getriebe wieder zusammengesteckt natürlich neue Druckplatte, M-Scheibe und Ausrücklager macht ja sonst kaum Sinn. Den ganzen Klotz in das „Mistding“ gewuchtet. Nun hab ich dafür einen hydraulischen Motorheber benutzt. Das Problem dabei ist, dass der Heber unter Last auf nicht ganz glattem Boden nicht gut rollt. Daraus folgt: Ruck > Fingerklemm > Hautabschürf usw.
Das auch deshalb, weil man bei Fiats so Sparsam mit dem Platz im Motorraum umgegangen ist. Wenn ich so Sachen mache denke ich immer an die seligen Zeiten zurück, wo ich noch mit Kadettmotoren jongliert habe. Wenn die im Motorraum stecken, dann war noch reichlich Platz rundrum. Gut das Herz steckt nun wieder drin im Autochen. Ende des Arbeitstages. Auf neue Antriebswellen gewartet. Als die kamen die Dinger reingesteckt und den Ganzen Summs vorne unten, Querlenker, Koppelstange, Spurstange, Radlager fest. Frisches Öl in Motörle. Frisches Öl ins Getriebe. Frisches Öl läuft raus aus Getriebe. Mistkarre, Höllending. Öl wieder abgelassen. Linke Seite Antriebswelle aus dem Getriebe gerupft. Da alle Schrauben schön gängig waren eine Sache von 20-30 Minuten. Welle ging aus dem Getriebe ohne zicken. Den Deckel auf der Seite rausgeschraubt weil es auf der Seite halt tropfte. Ursache war ein zerstörter O-Ring. Da kein O-Ring zur Hand mit ht-Silikon rot das ganze Teil wieder zugeschraubt. Ein Tag gewartet, Öl rein, Öl blieb drin. Während der Wartezeit ein inzwischen ersatzbeschafftes Thermostatgehäuse eingeschraubt. Kühlflüssigkeit rein, Kühlflüssigkeit zeigt sich dünnflüssig und verdrückt sich aus dem Kühlkreislauf durch eine kleine konstruktive Änderung des Gehäuseflansches. Soll heißen, trotz größter Ähnlichkeit und auch passenden Schraubbohrungen ist das Ersatzgehäuse für das Motörle nicht geeignet. Kaum zu sehen wenn man nicht weiß worauf man achten muss. Also Teil wieder ab. Jetzt Altteil genommen und von allen Seiten betrachtet. Dabei den Versuch einer Geistheilung unternommen. Geistheilung ging nicht. Aber, ein Chromrohr eine normalen Waschbeckenablaufs, Messing verchromt, eine Schleifmaschine mit Schleifkegel, 2 Stunden gnadenloses Schleifen und etwas Epoxid-Kleber. Das Rohrstück weitgehend vom Chrom befreit und aufgeraut. Das Rohr des Thermostatgehäuses soweit auf geschliffen, bis der Chromstutzen reinpasste, dann mit Epoxidkleber geklebt. Ist nicht hundert Prozent dicht, hält aber das Wasser ausreichend für Probefahrt. Diese fand kurz am Samstag und schließlich 2 Stunden am Sonntag statt. Bis auf die Wassersache alles gut. Mal sehen wie lange es so bleibt.
So, ich habe das Auto wieder lieb. Auch wenn die Heizung in der „Mistkarre“ keine warmen Füße macht. Es gibt also gleich ein neues Problem. Es gibt viel zu tun, packen wir´s an. Aber erst wenn es nicht mehr so kalt ist.
Es grüßt aus dem hessischen Ried,
der mit den kalten Füßen tanzt
Lothar
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