Antwort: Ausbau und Aktuallisierung der Bordelektrik

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Themenhistorie von: Ausbau und Aktuallisierung der Bordelektrik

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FORTSETZUNG:

Da ich das Votronic VBCS Triple verbaut habe, übernimmt dieses auch die Funktion des Trennrelais, sodaß ich das Trennrelais der Bordelektrik ignorieren kann (es hat praktisch keine Funktion mehr). Das Triple lädt, je nach Verfügbarkeit, entweder über Landstrom, oder Solar, oder Booster (B2B). Dabei bekommt die Starterbatterie nur eine Stützladung von max. 5A im Netz- oder Solarbetrieb. D.h. die von Hobby vorhandene Leitung zwischen Starter- und Bordbatterie ist ausreichend.
Anders sieht's im Fahrbetrieb (B2B) aus; dafür benötigt man eine deutlich dickere Leitung (in meinem Fall 16mm² mit einer beidseitigen Absicherung von 100A), da der Booster im Triple mit bis zu 82A von der Lichtmaschine zieht. Ich habe momentan den Booster abgeschaltet, indem ich den D+ am Triple nicht angeschlossen habe, bis ich eine stärkere Leitung von der Starterbatterie zur Bordbatterie gelegt habe. Mit der großen Batterie und der 2. Solaranlage besteht aber momentan kein wirklicher Bedarf für den B2B-Betrieb.

Kann mir jemand sagen, welchen möglichst einfachen Weg ich für diese Leitung nehmen soll?

Ich will jetzt noch ein paar Fotos von den beiden Bordelektrik-Platinen von KI auswerten lassen, in der Hoffnung, daß ich dann weiß, ob man bei meiner Bordelektrikversion auch eine einfache Möglichkeit hat, von Absorber- auf Kompressorkühlschrank umzuschalten. 
Dann werde ich alle gewonnen Erkenntnisse der Funktionen (Relais, Kontakte, Leitungen) in Tabellen und Listen für CH12 Version1 hier einstellen.
 

Hallo @all,

hier mal der Beginn einer Zusammenfassung, was ich in der langen Zeit alles so gemacht habe.
Zuerst mal, warum ich inzwischen keine Zwischenberichte geschrieben habe:
Der Hauptgrund war, daß es einerseits keinerlei Dokumente/Pläne/Unterlagen für die Bordelektrik Toptron CH12 MC (EL110) gibt. Deshalb hab ich anfangs nach eigenen Überlegungen den Umbau begonnen; das hat allerdings vollkommen in die Irre und die vielen "Sackgassen" geführt. Es wäre besser gewesen, im Internet zu recherchieren und auch KI zu verwenden.

Zu KI hier gleich mal ein Statement damit kein falscher Eindruck entsteht:

KI verfügt grundsätzlich weder über tatsächliche Intelligenz, noch über irgendwelches Fachwissen. Sie würfelt das nächste Wort Wort für Wort auf Basis von mathematischen Wahrscheinlichkeiten zusammen. Eine KI versteht nicht, was "wahr" oder "falsch" bedeutet. Sie unterscheidet nicht zwischen einem wissenschaftlichen Aufsatz und einem Science-Fiction-Roman. Die KI bewertet nur, wie plausibel eine Wortfolge rein statistisch ist. Klingt eine frei erfundene Antwort mathematisch absolut logisch, gibt die KI sie aus (Halluzination). Ohne Zusatzwerkzeuge (wie eine Live-Websuche) kann eine KI ihre eigenen Aussagen nicht mit gesicherten Fakten abgleichen. Sie berechnet lediglich die wahrscheinlichste Antwort auf eine Frage.
Und genau so sollte man damit auch arbeiten. Je mehr Fakten und Informationen man über den eigenen Wissensstand im sog. PROMPT, der Eingangsfrage mitteilt, umso besser ist die Qualität der Antwort. Letztendlich muß man als Mensch die gegebene Antwort hinterfragen und gegebenenfalls durch eine andere KI parallel beantworten lassen. ALSO NIEMALS BLIND DRAUF VERLASSEN. Ich habe bei meinen vielen Fragen die KI mehrfach korrigieren und auf Fehler hinweisen müssen.

Der zweite Grund, warum alles so lange gedauert hat, ist, daß ich leider nicht mehr so beweglich bin und die Arbeiten deshalb ein mehrfaches an Zeit gebraucht hat.
Den dritten Grund hab ich an anderer Stelle schon beschrieben.

Meine ganzen Irrwege, die ich beschritten habe, erspare ich Euch und sage ganz einfach: 
Wenn Ihr die Bordelektrik Toptron CH12 MC (EL110) o.ä. habt und mit Votronik-Ladegerät (bei mir VBCS 60/40/430 Triple) modernisieren wollt, baut die moderne Elektrik einfach nach den Plänen von Votronik aus und auf und kappt einfach die Verbindung zwischen Landsteckdose und Toptron; dann funktioniert alles genauso wie vorher.
Besser ist natürlich (meine Version), das ganze Toptron-Ladegerät, das auch die Steuer- und Verteilelektronik enthält, auszubauen und BEIDE Platinen (groß und klein) incl. der kompletten, unveränderten Verdrahtung (natürlich ohne die Verbindung vom Gleichrichter) in ein neues Leergehäuse umzuziehen. Die 4-polige Lüsterklemme (Versorgung), den 12-polige Waschmaschinenstecker (Bedienpanel) und den Flachsicherungshalter (Heizung, Kühlschrank, Stufe) nicht vergessen!

Zusammen mit Solarplatten und LiFePO-Batterie ist die Modernisierung (ohne meine Umwege) fertig.
 

Hallo Günter,
ich vermute Wilfried hat die richtige Nase.
Schau mal im Kleiderschrank, ob da irgendwo etwas vorbereitet ist oder ggf. mal installiert war.
In unserem 600 FM (gleiches Modell wie Eurer) fand sich im Kleiderschrank eine Hifi-Anlage mit einer Dreifach-Steckdose.
Oder gibts eine nachgerüstete 220V Dose im Bad für Fön oder Rasierer ?
Möglich wäre auch, dass die TV-Dose über dieses Kabel versorgt wird.
Die Wohnwagenbauer sind da manchmal ziemlich erfindungsreich.

Gruss Klaus

 

Moin Günter,
so wie es bisher rausbekommen habe, ist die 230V-Verdrahtung vom Grundriss und der Ausstattung des Fahrzeugs abhängig. Da hilft nur messen und schauen. Oft sind auch Abgänge für Multimedia in den Oberschränken vorbereitet. 
Bei unserem hatte der Kühlschrank eine direkte Leitung vom 230V-Verteiler. Ich musste nur das Ladegerät in einer Verbindungsdose trennen.

Hallo @all,

vielleicht kann mir jemand helfen 

. Ich bin gerade am Ausbau vom 230V-Netz und versuche die Funktion der Original-Verkabelung (Linie D, Bj.2005) nachzuvollziehen. Die beiden Leitungsschutzschalter sitzen auf der Rückseite der vorderen Sitzbank (hinterm Fahrersitz). Es sind insgesamt 4 Kabel: Zuleitung von CEE 3x2,5mm², Rückführungsleitung zur hinteren Sitzzbank/TV-Fach 3x1,5mm² und 2 weitere 3x1,5mm². Und diese beiden sind mein Problem, da eigentlich nur Kühli und Küchensteckdose im Eingangsbereich übrigbleiben; beide sind aber VOR dem Einstieg, aber hinter der Treppe führt ein 230V-Kabel vorbei. Was kann das sein?? Das Kabel der Küchensteckdose hab ich schon rausgeklingelt, aber das Kabel für den Kühli hat da hinten ja wohl nix verloren !?!
 

Hallo Wilfried,

So frage ich mich wofür das Relais für die N-PE-Brücke ist. . . .  Bei mir sitzt die Brücke am Wechselrichter
Genau das ist der Unterschied. Du hast einen ganz anderen WR verbaut, während meiner ein deutlich einfacherer ist. Der erzeugt nur ein "schwebendes" IT-Netz, das ja dann keinen definierten N-Leiter hat.
Es ist auch ungewöhnlich, dass der Kühlschrank hinter dem Wechselrichter sitzt. Normalerweise läuft der immer nur vor dem Wechselrichter bei Landstrom.
Ja, ist es. Aber da wir fast nie an Landstrom hängen, läuft der Kühli zuhause zum Vorkühlen an Landstrom, während der Fahrt an 12V und ansonsten auf Gas. Sollte ich im Sommer bei viel Sonne stehen, kann ich ihn so in allen beliebigen Energiearten laufen lassen. Das Ganze erledigt sich von alleine, wenn ich nächstes oder übernächstes Jahr den gleichen Kompressor einbaue, wie ich ihn im 290er hatte.
Dann wundert mich auch, dass der Landstromzweig erst ab dem RCBO2 abgesichert ist. Ich kenne das so, dass alles, was ins Fahrzeug reinkommt erst einmal über den FI gehen muss

Das ist richtig. Deshalb auch die 2 RCBOs. An RCBO1 hängt bei mir ja nur das Ladegerät, weil ich den Kühli dort ja rausgenommen habe, aber den Schutz fürs Ladegerät beibehalten möchte. 2 FIs in Reihe am gleichen Strang kann aber zu Fehlauslösungen oder, im schlimmeren Fall, zu keiner Auslösung bei Fehlerstrom führen. So ist eigentlich der RCBO2 der einzige FI im Bordnetz. Die Strecke CEE - NVS - RCBO2 enthält ja keine kritischen Komponenten (wie ja auch Hobby die lange ungeschützte Leitung bis zum Leitungsschutz in Kauf genommen und sich auf den Stellplatz-FI verlassen hat).

 

Moin Günter,
auf dem Papier sieht das schon mal gut aus. Allerdings erschließen sich mir einige Dinge nicht ganz. Da ich Deine verbauten Geräte im Detail nicht kenne mag es sein, dass mir da der Durchblick fehlt.
So frage ich mich wofür das Relais für die N-PE-Brücke ist. Das wird aber sicher so in der Beschreibung des Wechselrichter bzw. der NVS stehen. Ich habe so ein Konstrukt auf jeden Fall noch nicht gesehen. Bei mir sitzt die Brücke am Wechselrichter.
Es ist auch ungewöhnlich, dass der Kühlschrank hinter dem Wechselrichter sitzt. Normalerweise läuft der immer nur vor dem Wechselrichter bei Landstrom.
Dann wundert mich auch, dass der Landstromzweig erst ab dem RCBO2 abgesichert ist. Ich kenne das so, dass alles, was ins Fahrzeug reinkommt erst einmal über den FI gehen muss.
Vielleicht fragst Du da noch einmal Deine KI
 

Hallo @all,

nach vielen weiteren Recherchen hab ich nochmal alle vorhandenen Komponenten untersucht und meine Planung gründlich überarbeitet; die Grundidee meiner Planung bleibt allerdings.
Nachdem meine Elektrikererfahrungen (Industrie) gefühlte 100Jahre alt sind, hab ich gemerkt, daß sich inzwischen einiges gründlich geändert hat 

. Fazit: 2005 hat Hobby keine FIs, sondern nur Leitungsschutzschalter eingebaut und sich somit auf die FI-Absicherung der Stellplätze verlassen. Seit 2012 ist das nicht mehr zulässig. Deshalb werde ich, wie geplant, die gesamte Eingangsabsicherung, wie geplant, ins Elektroabteil unter die hintere Sitzbank mit FI/LS (RCBO) verlegen.
Bei der Vorbereitung der "Baustelle" hab ich dann die gleiche Versorgerbatterie unter einer Abdeckung im vorderen Teil der hinteren Sitzbank entdeckt. Beide Batterien scheinen noch gut in Schuß zu sein, da beide seit Herbst nie am Strom waren und beide im ausgebauten Zustand 13,14V zeigen. Wenn jemand Interesse dafür hat, bitte melden. Ich könnte sie ggf. nach Elsfleth mitbringen.

Um die Arbeiten auch als nicht mehr ganz so beweglicher Rentner ausführen zu können, hab ich schon mal die hintere Sitzbank soweit wie nötig abgebaut. 

 

Jetzt kann ich mich beim Arbeiten auf den Boden setzen und die Füße stehen in den Luken .
Außerdem hab ich den 230V-Schaltplan (hoffentlich endgültig) fertiggestellt.

 

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So, und diese Woche geht's dann mit dem 230V-Netz, dem Einbau der Batterie und den beiden Verbindungsleitungen zur Starterbatterie weiter.

Ich halt Euch auf dem Laufenden

Deshalb hier mal Informationen aus den Unterlagen der Exakt LiFePO4 300AH:
 
Moin Günter,
diese Informationen hatte ich schon auf der Webseite gelesen. Sie betreffen die CE-Kennzeichnung aber sagen nichts über eine Zertifizierung nach ECE R10 aus.
Wie dem auch sei: Ich würde diese Batterie nicht in meinem Wohnmobil verbauen. Zum einen wegen der fehlenden Zulassung und zweitens wegen der fehlenden Monitoringmöglichkeit.
Aber das ist Deine Entscheidung. Für mich ist das Thema hiermit erledigt.
 

Hallo Wilfried,

das ist nicht ganz richtig. Bei Blei-Säure, Gel oder AGM brauchst Du keine ECE R10, da keine Elektronik verbaut ist.
nun ja, wir reden ja momentan nur über LiFePO. Deshalb hier mal Informationen aus den Unterlagen der Exakt LiFePO4 300AH:

Zertifikate                         UN38.3, CE
Versandklassifizierung   UN 3480, CLASS 9

Konformitätserklärung:

Wir, SIGA Batteries GmbH,
Casterfeldstr. 66-72, 68199 Mannheim, Germany,
Tel: +49 621-46098533 im Nachfolgenden erklä-
ren, dass alle LiFePO4 Batterien den folgenden
Standards entsprechen:

Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU mit den
folgenden harmonisierten Normen:
A13:2017/A1:2019/A14:2019/A2:2019/A15:2021
EN-IEC 60335-1:2012/AC:2014/A11:2014/
EN-IEC 60335-2-29:2021/A1:2021
EN-IEC 62368-1: 2020

EMV Richtlinie 2014/30/EU mit den folgenden
harmonisierten Normen:
Richtlinie des Europäischen Parlaments und des
Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
Mitgliedstaaten über die elektromagnetische Ver-
träglichkeit
DIN EN 55014-1:2016
DIN EN 55014-2:2015
DIN EN 61000-4-2:2009
DIN EN 61000-4-3:2011
DIN EN 62233:2008 + Ber.1:2009

2011/65/EU RoHS-Richtlinie:
Richtlinie des Europäischen Parlaments und
des Rates zur Beschränkung der Verwendung
bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und
Elektronikgeräten

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