Mit dem Hoby 600 auf großer Tour

Navigaton Cockpit P1170732Seit vielen Jahren nutze ich Google Maps zur Planung unserer Wohnmobiltouren. Die Vorgehensweise habe ich in folgendem Beitrag beschrieben: TOURENPLANUNG MIT GOOGLE MAPS. Hier möchte ich nun das Thema fortsetzen und berichten, wie wir während unserer Touren auf Basis der Planung navigieren und wie ich die Touren für die Reiseberichte dokumentiere.

Für größeres Bild bitte klicken!Für die Navigation benutze ich die App OsmAnd+ auf meinem Handy. Diese Software ist auch auf meinem Tablet installiert. OsmAnd+ ist sehr vielfältig und bietet verschiedene Möglichkeiten, die auf den Geräten unterschiedlich genutzt werden. Das Handy dient der Navigation und das Tablet der Orientierung und Fahrtaufzeichnung.

Am Armaturenbrett unseres Hobby 600 befinden sich zwei Halterungen für Handy und Tablet (Bild 1). Dabei ist das Handy zum Fahrer und das Tablet mehr zum Beifahrer ausgerichtet. Das Handy ist per Bluetooth mit dem Autoradio verbunden. Hier werden die einzelnen Fahrtziele manuell eingegeben und mit ihm erfolgt die Navigation. Auf dem Display werden die unmittelbare Umgebung und die Fahranweisungen dargestellt (Bild 2). Eine Bedienung während der Fahrt ist nicht sinnvoll.

Für größeres Bild bitte klicken!Dafür gibt es das Tablet. Auf ihm wird ebenfalls OsmAnd+ gestartet. Wie schon erwähnt, ist die Software sehr vielfältig. So kann ich die mit Google Maps erstellte Tourenplanung als Track in OsmAnd+ importieren und auf der Karte darstellen. Dabei werden neben der geplanten Route (Bild 3.1) auch die interessanten Punkte (Bild 3.2) dargestellt. Zwar kann nicht mehr nach den Farben und Symbolen aus Google Maps unterschieden werden, aber wenn man in OsmAnd+ einen Punkt klickt, dann wird der in Google hinterlegte Text in einem Fenster angezeigt. Neben diesen importierten Favoriten lassen sind in OsmAnd+ noch viele weitere POIs einblenden. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, mit Hilfe des Buttons (Bild 3.4) eine Auswahlliste einzublenden. Hier habe ich für den Schnellzugriff Tankstellen, Supermärkte und Wohnmobil-Stellplätze ausgewählt.

Bevor ich da näher drauf eingehe, möchte ich noch auf den REC-Button (Bild 3.3) hinweisen. Hiermit wird morgens bei Fahrtbeginn die Aufzeichnung gestartet. Sie läuft dann bis zum Ende der Fahrt, das ist in der Regel das Ende des Tages durch. So werden die Fahrtstrecke und Pausen aufgezeichnet und in eine gpx-Datei geschrieben.

Für größeres Bild bitte klicken!Während der Fahrt sieht man auf dem Tablet den aktuellen Standort und kann beurteilen, ob man noch auf der geplanten Route ist. Die Größe des Bildschirmausschnitts der Karte lässt sich mittels der Zoomtasten (+) bzw. (-) ändern, sodass der Beifahrer sich auch einen Überblick über die aktuelle Umgebung verschaffen kann.

Für größeres Bild bitte klicken!Jetzt macht es sich positiv bemerkbar, dass man verschiedene POIs einblenden kann (Bild 4 oben). Sucht man nun z.B. unterwegs eine Tankstelle, so blendet der Beifahrer die entsprechenden POIs ein (Bild 4.1) und man sieht, ob und wann auf der geplanten Route eine Tankstelle ist, oder ob man einen Umweg fahren muss (Bild 5.1), Das gilt natürlich einsprechend auch für Supermärkte oder Wohnmobilstellplätze.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass alle Karten auf den Geräten gespeichert sind und somit auch offline nutzbar sind. So haben wir auf unserer Nordkap-Tour zwar noch Papierkarten dabei gehabt, aber nie genutzt. Ebenso haben wir komplett auf gedruckte Stellplatzführer verzichtet.

Für die Dokumentation der Tour nutze ich in Google My Maps eine Kopie der Planungskarte und lösche nicht benötigte POIs und die geplante Route heraus. Dann werden daheim die mit OsmAnd+ erstellten gpx-Dateien analog zur Planung in eine Google Maps-Karte importiert. Für größeres Bild bitte klicken!Auf Grund der schon bei der Planung beschriebenen Einschränkungen von Google Maps auf 10 Ebenen muss hier auch wieder der Trick über Google Earth und die Umwandlung von kmz- Dateien in gpx-Dateien erfolgen. Dabei trenne ich die einzelnen Teilstrecken noch nach Anfahrt, Rückfahrt und Sonstige. So kann ich später einzelne Routenabschnitte farbig darstellen.

Diese verschiedenen Routenteile werden schließlich in die Google Maps importiert. Zur besseren Unterscheidung wähle ich für die Anfahrt die Farbe blau und für die Rückfahrt die Farbe orange. Die mittleren Streckenteile werden grün dargestellt (Bild 6).

Für größeres Bild bitte klicken!Ebenso färbe ich die POIs für unsere Übernachtungsplätze, Rastplätze und sonstige Orte ein. Die einzelnen POIs können noch mit Texten, Links und Bildern versehen werden (Bild 7).

So entsteht eine interaktive Karte, die den Verlauf der Reise widerspiegelt. Sie kann den Reisebericht nicht ersetzten, dient für seine Erstellung als Basis und Gedächtnisstütze.

Damit sich jeder ein Bild von dieser Art der Dokumentation machen kann, habe ich eine Kopie unserer Skandinavien-Tour 2021 freigegeben und hier verlinkt.

Vielleicht ist diese Art der Tourendokumentation ja auch was für Dich. Wenn Du Fragen oder einen besseren Vorschlag hast, so lasse es mich über die Kommentarfunktion wissen.

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